Pensionskassen: 2009 überdurchschnittlich gutes Jahresergebnis

Ergebnis 2009: 9 Prozent Ertrag - Kundenzuwachs von 38 Prozent im letzten Jahr

Wien (OTS/PWK020) - Die heimischen Pensionskassen konnten für
ihre Kunden im vergangenen Jahr durchschnittlich 9 Prozent Ertrag erwirtschaften, gab der Fachverband der Pensionskassen bekannt. Die Österreicherinnen und Österreicher mit Anspruch auf eine Firmenpension dürfen somit in diesem Jahr mit einem deutlichen Plus auf ihrem Pensionskonto rechnen. Auch bei den Kunden konnten die Pensionskassen im letzten Jahr zulegen: Bereits über eine Dreiviertelmillion Menschen verfügt mittlerweile über ein Firmen-Pensionskonto. Das sind 200.000 mehr als im Vorjahr.

Christian Böhm, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen: "Die Pensionskassen befinden sich beim Ertrag wieder dort, wo sie vor der Finanzkrise lagen - im Spitzenfeld der Anbieter von Altersvorsorge. Durch die Ausrichtung auf Sicherheit und Stabilität liegt der langjährige Ertrag der österreichischen Pensionskassen bei durchschnittlich 5,92 Prozent. Mit dem Ergebnis von 9 Prozent im Jahr 2009 konnten wir diesen Wert deutlich übertreffen. In absoluten Zahlen ausgedrückt, haben die Pensionskassen damit im letzten Jahr einen Ertrag von rund einer Milliarde Euro erwirtschaftet."

Für rund die Hälfte der Firmenpensionisten bewirkt das Jahresergebnis eine Pensionserhöhung. Ein weiterer großer Teil der Pensionen entwickelt sich entsprechend dem Rechnungszins und bleibt daher gleich. "Bei den alten Sonderverträgen - in ihnen wurden Ende der Neunzigerjahre sehr hohe Rechnungszinssätze vereinbart - kann in Einzelfällen sogar ein sehr gutes Ergebnis zu Reduktionen führen. Die große Mehrheit der Pensionisten kann für 2009 aber eine positive Nachricht erwarten", so Böhm.

Im Vorjahr haben die Pensionskassen 453 Mio. Euro Pensionsgelder ausbezahlt. Das Vermögen aller Firmenpensionen wurde von 12,4 auf über 13,8 Mrd. Euro gesteigert.

Betriebspensionen: Zuwachs um 38 Prozent bei Berechtigten

Neben dem erfreulichen Jahresergebnis wurde 2009 auch die Zahl der Arbeitnehmer mit Anspruch auf eine Firmenpension deutlich gesteigert. Zu den bisher 560.000 Menschen mit Anspruch auf eine Betriebspension kamen bis Dezember 2009 über 210.000 neue Kunden hinzu. Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen: "Dieser Zuwachs ist ein Indiz dafür, dass sich das Pensionskassen-System immer mehr durchsetzt. Viele Menschen haben erkannt, dass die Pensionslücke nur mit betrieblicher Vorsorge geschlossen werden kann. Da eine kollektive Einzahlung in Pensionskassen dafür der sicherste Weg ist, haben letztes Jahr mehrere Arbeitgeber ihre Mitarbeiter mit einer Firmenpension ausgestattet. Das stetige Wachsen des Pensionskassen-Systems ist auch zusätzlich zur eindeutigen Empfehlungen der OECD ein Beweis für die Wichtigkeit der betrieblichen Altersvorsorge."

Heimische Kassen setzen auf Sicherheit und Stabilität

Durch die Veranlagung der Gelder an den Kapitalmärkten erwirtschafteten die Pensionskassen für die Arbeitnehmer und Pensionisten im vergangenen Jahr rund eine Milliarde. Euro. Seit ihrer Gründung haben die Pensionskassen an den Kapitalmärkten 4,6 Mrd. Euro Pensionskapital erwirtschaftet.

Da die österreichischen Pensionskassen eine auf Sicherheit und Stabilität bezogene Veranlagungsstrategie verfolgen, liegt der Aktienanteil hierzulande deutlich unter dem internationalen Durchschnitt: Derzeit veranlagen die heimischen Pensionskassen knapp 33 Prozent des Vermögens in Aktien, den Großteil in Anleihen und anderen festverzinslichen Werten.

Böhm dazu: "Durch die geringe Aktienquote sind die Schwankungen beim Ergebnis hierzulande nicht so stark ausgeprägt, wie in anderen Ländern. Das bedeutet, dass wir in guten Börsenjahren weniger stark vom Aufwärtstrend an den Börsen profitieren, dafür aber in schlechten Jahren auch nicht so stark von den negativen Auswirkungen betroffen sind."

Bei Firmenpensionen zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Pensionskassen monatlich Beiträge ein, die später in der Pension verzinst ausbezahlt werden. Rund 780.000 Österreicherinnen und Österreicher haben Anspruch auf eine Firmenpension. Der langjährige Veranlagungserfolg der Pensionskassen beträgt 5,92 Prozent, die durchschnittliche Zusatzpension 474 Euro pro Monat. Insgesamt veranlagen die 17 Pensionskassen ein Vermögen von 13,8 Mrd. Euro. Sie sind damit der größte private Pensionszahler Österreichs. (us)

Links zu relevanten Grafiken:

Anlageergebnis der österreichischen Pensionskassen:
http://www.pensionskassen.at/images/performance1991-2009.jpg
Anlagevermögen der österreichischen Pensionskassen:
http://www.pensionskassen.at/images/vermoegen1991-2009.jpg
Arbeitnehmer mit Firmenpension (Anwartschafts- und Leistungsberechtigte):
http://www.pensionskassen.at/images/AWBLB_1991-2009.jpg

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