Großruck: Es gibt noch immer Kindersklaverei!

ÖVP-Abgeordneter initiierte Entschließungsantrag - von allen Parteien verabschiedet

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Es ist traurige Tatsache, dass selbst heute, im 21. Jahrhundert, noch viele Menschen von Sklaverei und Menschenhandel, insbesondere von Kindersklaverei, betroffen sind. Wir müssen gegen dieses menschenverachtende Phänomen tätig werden". Das sagte ÖVP-Menschenrechtssprecher Abg. Wolfgang Großruck heute, Donnerstag. Großruck hat daher einen Entschließungsantrag initiiert, der gestern, Mittwoch, im Rahmen der Sitzung des Menschenrechtsausschusses zur Debatte und Abstimmung stand und von allen fünf Parteien die Zustimmung bekam. ****

Sklaverei ist durch Artikel 4 der Europäischen Menschenrechtskonvention verboten. Trotzdem soll es heutzutage mehr Sklaven auf der Welt geben als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Einer glaubwürdigen Schätzung zufolge leben heute etwa zwölf Millionen Menschen im Zustand der Sklaverei, nach groben Schätzungen von Experten sogar etwa 27 Millionen Menschen, wobei die Dunkelziffer noch wesentlich höher sein dürfte. Allein in Indien, das mehr Sklaven hat als jedes andere Land, vermutet man zwischen zehn und zwanzig Millionen Sklaven.

"In einer globalisierten Welt spielen Entfernungen keine Rolle. Das Leid und Schicksal dieser Menschen geht auch uns an. Und wir sind als Politiker aufgefordert, unsere Stimme zu erheben", begründete Großruck seine Initiative. Der Antrag im Wortlaut:

"Die Bundesregierung wird ersucht, sich im Rahmen ihrer internationalen Kontakte verstärkt dafür einzusetzen, dass

  • die grundlegenden Ursachen für Kinderarbeit von der internationalen Staatengemeinschaft vermehrt untersucht und bekämpft werden,
  • die Informationsgrundlagen über Kinderarbeit erweitert werden und
  • dass Maßnahmen gegen alle Formen der Kindersklaverei intensiviert werden." (Schluss)

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