Kinderfreunde wollen wissen: Was sagen die Prölls dazu?

Wien (OTS) - "Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube" so reagiert Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Kinderfreunde auf die jüngsten öffentlich vorgetragenen Wünsche von Staatsekretärin Marek ein Bundesrahmengesetz für den Kindergarten und den Rechtsanspruch auf Kindergartenplätze betreffend.

"Ich wäre gerne dabei, wenn Frau Marek diese Anliegen mit ihrem Parteikollegen Erwin Pröll bespricht. Niemand will dieses sinnvolle und notwendige Gesetz weniger wie der Fürst aus NÖ, obwohl auch die anderen schwarzen Landeshauptleute nicht in Begeisterungsstürme verfallen, wenn es um Vereinheitlichungen und Kompetenzverschiebungen geht. Da bleiben sich alle VP Länder im Allgemeinen nichts schuldig.

Aus SPÖ Bundesländern wurde mehrfach zumindest eine Diskussionsbereitschaft signalisiert. Aber ohne stärkere finanzielle Beteiligung des Bundes wird es diese Lösung ohnehin nicht geben. Einige Bundesländer müssen jetzt einmal die Kosten des Gratiskindergarten in den Griff bekommen. Die Gemeinden können sich, selbst wenn sie wollen, mehr Qualität einfach nicht mehr leisten. Die Zahl der Abgangsgemeinden steigt gerade dramatisch an.

Also wird Frau Marek am Ende des Tages nichts anderes übrig bleiben, als zu ihrem Regierungskollegen Pröll zu pilgern, um ihn zu drängen, Bundesmittel freizumachen. "Geld ist zwar bei weitem nicht das einzige Argument, das die Länder von einer bundesweiten Lösung überzeugen könnte, aber sicher eines der wichtigsten" vermutet Rammer.

Während der letzten beiden Jahre hat offensichtlich ein Erkenntnisprozess eingesetzt. Elementarbildung ist, wenn es um Bildungsbekenntnisse geht, zu einem richtigen Schlager geworden. Kein Bildungskonzept kommt ohne Beteuerungen zur vorschulischen Bildung mehr aus. Das freut uns als Kinderfreunde natürlich besonders. Wir fordern das Bundesrahmengesetz ja immerhin seit mehr als 10 Jahren.

Gerade jetzt wäre tatsächlich eine Initiative zu einem Rahmengesetz wichtig. Jeder weiß, dass die Gruppen in den Kindergärten zu groß sind, dass bei der Ausbildung dringender Handlungsbedarf besteht, dass Öffnungszeiten und Verfügbarkeit des Angebotes verbessert werden müssen. Die derzeitigen Rahmenbedingungen verhindern jedenfalls die Umsetzung der Bildungsziele, die im neuen Bundesbildungsplan vereinbart wurden.

Wir Kinderfreunde fordern Bund und Länder auf, echte Schritte zu einem Bundesrahmengesetz in die Wege zu leiten. "Wir können den Entwurf der Plattform Educare empfehlen, an diesem haben auch die Kinderfreunde maßgeblich mitgearbeitet. Wir hoffen jedenfalls, dass der Vorstoß von Frau Marek innerhalb ihrer Partei zu einem Umdenken führt" schließt Rammer.

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