Ausrutschen auf Glatteis: 16.600 Unfälle im Jahr 2008

Zwei von drei Verletzten zogen sich Knochenbrüche zu. Vor allem das Handgelenk und die Schulter sind von Verletzungen betroffen.

Wien (OTS) - Rund 16.600 Menschen verletzten sich 2008 durch Ausrutschen auf Schnee oder Glatteis so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Deutlich weniger waren es im schneearmen Jahr 2007, in dem sich etwa 9.000 Menschen bei einem Sturz auf eisigen Wegen verletzten. "Aufgrund der starken Schneefälle in der vergangenen Woche rechnen wir auch heuer mit einer hohen Zahl an Sturzunfällen durch Ausrutschen. Die Verletzungen sind teilweise schwer: Mehr als zwei Drittel der Verletzten zogen sich einen Knochenbruch zu", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Jeder siebente Verletzte erlitt Sehnen- und Muskelverletzungen. "Vor allem das Handgelenk (14%) und die Schulter (12%) sind von Verletzungen betroffen, da man während des Fallens in der Regel versucht sich mit der Hand abzustützen. Das kann zu schmerzhaften Verstauchungen bis hin zum Knochenbruch führen", erklärt Dunzendorfer. Im schlimmsten Fall, wenn Verletzte z.B. bewusstlos oder in alkoholisiertem Zustand sind, kann es zu Erfrierungen kommen, die mitunter tödlich enden. "Diese tragischen Unfälle sind zwar selten, kommen aber doch vor. Wichtig ist, die Kälte nicht zu unterschätzen und sich entsprechend der Temperaturen zu kleiden", rät Dunzendorfer.

Bei Unfällen auf nichtgeräumten Wegen haftet der Hauseigentümer

Jeder zweite Unfall (47%) durch Ausrutschen bei winterlichen Witterungsverhältnissen passierte auf öffentlichen Verkehrsflächen, jeder dritte (34%) in der eigenen Wohnumgebung. "Haus- bzw. Grundstückseigentümer sind gesetzlich dazu verpflichtet, Gehwege, Gehsteige und Stiegenanlagen entlang des Grundstücks von Schnee oder ähnlichen Verunreinigungen, die Fußgänger gefährden könnten, zu säubern", betont Dunzendorfer. Bei Unfällen auf nicht geräumten Wegen haftet der Liegenschaftseigentümer. "Besonders eisige Treppen, abfallende Rampen und Gehwege können rasch zu einer gefährlichen Rutschpartie werden, vor allem dann, wenn man mit glatten oder abgenutzten Sohlen unterwegs ist. Festes Schuhwerk mit griffiger Sohle ist unbedingt empfehlenswert", schließt Dunzendorfer.

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