Kärntens Vorsitzhalbjahr als Ehre und Herausforderung

LH Dörfler und BR-Präsident Mitterer luden zu Empfang in Wien

Wien, Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärnten hat mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler im ersten Halbjahr 2010 den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz inne, gleichzeitig hat Peter Mitterer den Vorsitz im Bundesrat. Aus diesem Anlass gaben die beiden Kärntner Politiker heute, Mittwoch, im Parlament in Wien einen mit Kultur aus dem Kärntner Land umrahmten Empfang, an dem sehr viele Gäste teilnahmen.

Dörfler sagte, dass 2010 mit den beiden Vorsitzen ein besonderes Jahr für Kärnten sei. Heuer jähre sich aber auch die Kärntner Volksabstimmung zum 90. Mal, die nicht nur für Kärnten, sondern für ganz Österreich, ein "stolzes Datum" sei. Die Vorsitze in LH-Konferenz und Bundesrat bezeichnete der Landeshauptmann als Ehre und Herausforderung. Als Aufgabe der Politik sieht er es, "die Welt, die wir übernommen haben, auch weiterzugeben". Es sei daher notwendig, mehr Zukunftsverantwortung zu übernehmen. Dörfler appellierte außerdem für mehr Miteinander und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

In seiner Rede skizzierte der Landeshauptmann Kärntens Stärken in Forschung und Bildung, nannte hier die Klagenfurter "Vorzeige-Uni", die Fachhochschulen und HTLs sowie die "Lehre mit Matura" und das verpflichtende vorschulische Kindergartenjahr. "Wir investieren in die Zukunft", betonte Dörfler. Auch Kärntens gelebte Nachbarschaftspolitik wurde von Dörfler angesprochen, hier vor allem die Euregio mit Friaul und dem Veneto sowie die geplante Dreiländer-Schi-WM. Dörfler ging aber auch auf aktuelle, negative Schlagzeilen ein, wie zu Hypo oder Asyl. Hier sprach er sich wiederholt klar gegen ein Traiskirchen II in Kärnten aus und machte deutlich, dass die Asylproblematik europäisch zu lösen sei.

Dörfler gab zu, dass Kärnten "gerne ein bisschen anders" sei. Aber alle Bundesländer seien unterschiedlich, was auch eine wichtige Bereicherung sei. "Das ist das Substrat dieser Republik, wir brauchen keine Gleichmacherei", betonte der Landeshauptmann. Bundesratspräsident Mitterer sagte, dass Kärnten ein Land der Tradition sei und außerdem ein verlässlicher Partner, der es auch immer bleiben werde. Zur Länderkammer sagte er, dass diese oft in Frage gestellt worden sei. Er wolle ein Zeichen setzen, dass dem Bundesrat die Funktion zukomme, die ihm zustehe: Die Interessen der Länder zu vertreten. "Der Bundesrat ist unverzichtbar aber nicht unveränderbar", betonte Mitterer. Auch er stellte Kärnten als Vorreiter-Bundesland in vielen Bereichen, als Wirtschafts-, Technologie-, Kultur- und Tourismusland dar.

Musikalisch umrahmt wurde der große Kärntner Empfang in der Säulenhalle des Parlaments vom Ensemble der Militärmusik Kärnten, den Stimmen aus Kärnten und der Gegendtaler Klarinettenmusik. Moderator war Josef Nadrag. Unter den Gästen begrüßt werden konnten LHStv. Uwe Scheuch, die Landesräte Harald Dobernig und Christian Ragger, Landtagspräsident Josef Lobnig und der dritte Landtagspräsident Johann Gallo mit mehreren Kärntner Landtagsabgeordneten, Heinz-Christian Strache und Josef Bucher sowie mehrere weitere Nationalräte und Bundesräte, der geschäftsführende Leiter der Landesamtsdirektion Dieter Platzer und viele weitere Behördenvertreter aus Kärnten sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens.
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