Ökostrom: Für WKÖ-Hochhauser ist "goldener Mittelweg" zwischen nötigem Anschub und effizienter Mittelverwendung gelungen

WKÖ verspricht sich von neuer Ökostromverordnung wichtige Investitionsimpulse - Diskriminierung von Gewerbebetrieben bei Photovoltaik-Förderung muss aber noch fallen

Wien (OTS/PWK016) - Eine prinzipiell positive Bilanz zieht die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) im Hinblick auf den vom Wirtschaftsministerium vorgelegten Entwurf der Verordnung Ökostromeinspeisetarife 2010, die in den kommenden Wochen definitiv verabschiedet werden soll. "Es ist gelungen, den goldenen Mittelweg zwischen nötigem Anschub für Ökostrom und einer effizienten Verwendung der verfügbaren Mittel zu finden", betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser.

Die vorgesehene Erhöhung der Förderung für Windkraft wird von der Wirtschaftskammer ebenso unterstützt wie die Neuausrichtung der Photovoltaik-Einspeisetarife auf fassadenorientierte Photovoltaik. Begrüßt wird auch die Weitergabe der Effizienzfortschritte der Photovoltaik an die Stromkonsumenten durch eine Anpassung der Tarife. Wichtig sei jedoch, dass auch Gewerbebetriebe geförderte Photovoltaik-Anlagen einrichten dürfen. "Diese Diskriminierung ist zu beseitigen", fordert Hochhauser.

Kritisch sieht die Wirtschaftskammer die Erhöhung der Tarife bei neuen Biogasanlagen. Die Stromerzeugung aus Biogasanlagen ist eine der teuersten Formen der Ökostromerzeugung. Biogas-Anlagen erzeugen nur knapp 1 Prozent des Stroms für die Abgabe ins öffentliche Netz, beanspruchen aber knapp ein Viertel der Ökostromförderung. "Darüberhinaus werden bei der Biogas-Verstromung die tatsächlichen rohstoffbedingten Zusatzkosten von bestehenden Anlagen über die Rohstoffzuschlagsverordnung abgedeckt." Neue Anlagen sollten ihren Fokus verstärkt in Richtung Einspeisung in das Gasnetz oder die Verwertung in hocheffizienten Kraft-Wärme-Kupplungs-Anlagen mit angeschlossenem Nahwärmenetz legen.

Schlussendlich spricht sich die WKÖ gegen die Benachteiligung der mit flüssiger Biomasse betriebenen Ökostromanlagen gegenüber Biogas-Anlagen aus.

"Summa summarum", so Hochhauser abschließend, "ermöglichen die neuen Einspeisetarife für Ökostrom eine sinnvolle Verwendung der vorhandenen 21 Millionen Euro für den Netzanschluss von Neuanlagen und werden Investitionsimpulse liefern." (SR)

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