Ökostrom - Zum Sterben zuviel, zum Leben zu wenig

Kopetz kritisiert die Ökostromverordnung 2010

Wien (OTS) - "Die zur Begutachtung vorgelegte Ökostromverordnung 2010 steht klar im Widerspruch zu den Verpflichtungen, die Österreich im Rahmen der europäischen Klimaschutz- und Energiepolitik hinsichtlich CO2-Reduktion und Ausbau der erneuerbaren Energiequellen übernommen hat. Die vorgelegten Einspeisetarife sind weder für Wind, noch für Biogas, noch für feste Biomasse kostendeckend, obwohl das im Ökostromgesetz §11 dezidiert gefordert wird", stellt Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes, unmissverständlich fest. "Die der Verordnung zu Grunde liegenden Expertisen gehen von schlichtweg falschen und praxisfremden Annahmen aus. Die Rohstoffkosten werden massiv unterschätzt und Investitionskosten, die einen hohen Gülleanteil im Rohstoff-Mix einer Biogasanlage erst möglich machen, bleiben unberücksichtigt. Mit dieser Verordnung werden Neuinvestitionen praktisch ausgeschlossen, tausende Arbeitsplätze nicht geschaffen und der Schlusslichtstatus der österreichischen Klimaschutzpolitik konsequent ausgebaut."

Während in unseren Nachbarländern Aufbruchstimmung herrscht und der Ausbau erneuerbarer Energieträger vorangetrieben wird, ist man im österreichischen Wirtschaftsministerium schon zufrieden, wenn keine Ökostrombetreiber "Pleite gehen". Die bisherige Bilanz in Sachen Ökostrom ist dementsprechend beeindruckend: "Im Vergleich zu unseren Nachbarländern herrschen in Österreich die höchsten Auflagen für den Betrieb von Ökostromanlagen. Die Kombination mit den im Vergleich niedrigsten Einspeisetarifen wird auch die letzten Investoren ins Ausland abwandern lassen. Mit ihnen gehen inländische Wertschöpfung, regionale Versorgungssicherheit und heimisches Know-how verloren", betont Kopetz.

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