KV-Verhandlungen-Finance: Österreichweite Informationsoffensive

GPA-djp fordert für Beschäftigte in den Kreditinstituten akzeptablen Gehaltsabschluss

Wien (OTS/ÖGB) - Nachdem die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten in den Kreditinstituten am 14. Dezember nach drei Verhandlungsrunden ergebnislos unterbrochen wurden, finden in dieser Woche in den Kreditinstituten österreichweit eine Informationsoffensive zum Stand der KV-Verhandlungen statt. Die nächste Verhandlung ist am 19. Jänner. ++++

Das Angebot der Arbeitgeber liegt derzeit bei 0,5 Prozent plus 10,-Euro mit Gültigkeitsbeginn 1. April 2010. Das bedeutet, dass es für die Monate Februar und März gar keine Gehaltserhöhung gäbe. Gemessen an den wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem ständig steigenden Arbeitsdruck ist dieses Angebot inakzeptabel.

"Die Beschäftigten in den Kreditinstituten kämpfen seit Beginn der Wirtschaftskrise tagtäglich darum, das Vertrauen der Bankkunden wiederzugewinnen und zu erhalten. Sie mussten im vergangenen Jahr an vorderster Front den Ärger der Menschen abfangen. Diese besondere Leistung muss anerkannt werden", fordert der Verhandlungsführer der GPA-djp, Günter Benischek.

Um den Forderungen der Bankbeschäftigten den nötigen Nachdruck zu verleihen, wird in Kreditinstituten und Bankfilialen in ganz Österreich mittels Aktionspostkarten und -plakaten ein Stimmungsbild der Beschäftigten eingefangen. In den vergangenen Wochen haben bereits fast 6.000 Beschäftigte über das Internet die Forderungen des KV-Verhandlungsteams unterstützt.

"Die BetriebsrätInnen und Beschäftigten im Finanzbereich wissen sehr genau, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen schwierig sind. Die Finanzwirtschaft ist aber sicher nicht die einzige negativ betroffene Branche. Auch andere betroffene Wirtschaftsbereiche haben ihre Beschäftigten nicht im Regen stehen gelassen und ihre Verantwortung gezeigt. Sparen bei den Beschäftigten ist kein geeignetes Mittel, um der Krise zu begegnen, auch nicht im Finanzsektor", bekräftigt Benischek.

Die nächste Verhandlung findet am 19. Jänner statt. Sollte es bei diesem Termin wieder zu keinem akzeptablen Angebot kommen, werden die bei der österreichweiten BetriebsrätInnenkonferenz am 16. Dezember einstimmig beschlossenen gewerkschaftlichen Aktionen gestartet.

Alle Informationen zu den Verhandlungen und die Unterstützungsmöglichkeit finden Sie unter www.gpa-djp.at

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