ÖAMTC sagt klar "Nein zu Wien-Maut"

Das bedeutet die City-Maut für die Betroffenen

Wien (OTS) - "Die City-Maut ist eine Abgabe, die Autofahrer bei
der Einfahrt in bestimmte Stadtteile bezahlen müssen. Eine Staffelung nach verschiedenen Kriterien, z.B. Verkehrsaufkommen während bestimmten Tageszeit, ist möglich ", erklärt Elisabeth Brandau. Die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin hat gelistet, aus welchen Beweggründen sich die Verantwortlichen in manchen europäischen Städten für eine City-Maut stark gemacht haben: Es beginnt bei dem erhofften Lenkungseffekt für weniger Verkehrsbelastung, geht über geographische und regionale Argumente und mündet in Zukunftsstrategien für die Stadtplanung. Dass der politische Wille für die Einführung vorhanden sein muss, versteht sich von selbst.

Nachdem es in Wien ein funktionierendes Parkraumbewirtschaftungssystem gibt, spricht sich der ÖAMTC dezidiert gegen eine Wien-Maut aus. Eine solche würde nur der Geldbeschaffung dienen und hätte, wie in London gezeigt, nahezu Null Lenkungseffekt. "Das heißt, nicht weniger Verkehr in der Stadt ist das Ergebnis einer City-Maut, sondern mehr Verkehr in den Ballungsräumen im Nahbereich der City-Maut-Zone", kritisiert die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.

ÖAMTC sagt "Nein zu Wien-Maut" und liefert die Gründe dafür

* ÖAMTC-Nein zu einer Wien-Maut, weil keine "Zweiklassengesellschaft" geschaffen werden darf (die es sich leisten bzw. Kosten abwälzen können und jene die das nicht können).

* ÖAMTC-Nein zu einer Wien-Maut, da viele Autofahrer bestraft werden, weil sie im Stau stehen müssen und aufgrund ihrer individuellen Situation (z.B. fixem Arbeits- oder Schulbeginn) keine Chance haben auszuweichen.

* ÖAMTC-Nein zu einer Wien-Maut, weil sich Staus durch intelligente Verkehrsorganisation vermeiden bzw. zumindest verringern lassen.

* ÖAMTC-Nein zu einer Wien-Maut, weil Umsatzrückgänge bei Geschäften und Betrieben im innerstädtischen Bereich die Folge sind.

* ÖAMTC-Nein zu einer Wien-Maut, weil es zu Verteuerungen, insbesondere der Dienstleistungen kommen kann (z.B. Handwerker muss ins "Hochmautgebiet" einfahren).

* ÖAMTC-Nein zu einer Wien-Maut, weil auch Taxifahrer und Zustelldienste den Mehraufwand für die Stadteinfahrt auf den Kunden umwälzen.

* ÖAMTC-Nein zu einer Wien-Maut, weil sich Lenkungsmaßnahmen, die höhere Einnahmen bringen sollen, auch selbst ad absurdum führen, wenn sie tatsächlich wirken. Sollten sie aber nicht wirklich wirken (Einnahme) sind sie sowieso nur Täuschungsmanöver.

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