Musiol: Marek muss Länder für einheitliches Kindergartenwesen ins Boot holen

Grüne fordern Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr

Wien (OTS) - "Es ist erfreulich, dass Staatssekretärin Marek die Forderungen und den Antrag der Grünen zu einheitlichen Qualitätsstandards für Kindergärten unterstützen will. Das ist schon längst fällig", meint die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol.
Jetzt liege es nur noch an Marek selbst, ihre KollegInnen der Regierungsparteien zu überzeugen, dem Grünen Antrag, der schon vor einiger Zeit im Parlament gestellt aber von ÖVP und SPÖ vertagt wurde, zuzustimmen. Die Besorgnis Mareks, dass die Länder trotz Gespräche weiterhin blockieren, ist für Musiol reine Augenauswischerei: "Es ist doch völlig unglaubwürdig so zu tun, als wären die Länder von der Regierung völlig unbeeinflussbare Partner. In nahezu allen Bundesländern sitzen Landeshauptleute von SPÖ und ÖVP."

Die Grünen fordern ein Bundesrahmengesetz, das Österreich weit einheitliche Qualitätsstandards schaffen soll. "Darin sollen die Gruppengrößen und Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen und die Bezahlung der PädagogInnen geregelt werde. "Es darf nicht sein, dass die Bildungschancen der Kinder in Österreich vom Geldbörsel der Eltern und der Postleitzahl abhängen", kritisiert Musiol.

Nicht weitgehend genug ist für Musiol der Vorschlag Mareks für einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung für Kinder ab drei Jahren. "Wenn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ernst genommen werden soll, ist ein Rechtsanspruch für Kinderbetreuung ab drei Jahren eindeutig zu spät. Es braucht einen Rechtsanspruch ab dem ersten Lebensjahr", fordert Musiol.

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