Vbgm. StR Ludwig präsentierte Pilotprojekt "Sicher Wohnen"

Neue Wohnhausanlage mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen

Wien (OTS) - Viele Menschen haben ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis und sind sensibilisiert, etwa was die Gefährdung durch Vandalismus oder Einbruchsdelikte betrifft. Im Rahmen des Pilotprojekts "Sicher Wohnen" des Bauträgers GEWOG wurde gemeinsam mit dem Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst Wien eine Wohnhausanlage geplant, die besondere Sicherheitseinrichtungen wie vandalensichere Durchlade-Postkästen und Wohnungseingangstüren der Widerstandsklasse 3 inklusive Sicherheitszargen bietet. Begegnungs-und Kommunikationsräume, die das Entstehen einer guten Hausgemeinschaft fördern, sorgen zusätzlich für eine Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls. Die Errichtung des Wohnhauses im 15. Wiener Gemeindebezirk mit 36 Mietwohnungen wurde von der Stadt Wien mit Mitteln auf der Wiener Wohnbauförderung unterstützt. Vizebürgermeister Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig stellte heute, Mittwoch, gemeinsam mit Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal, GEWOG-Geschäftsführer Mag. Karl Wurm und Chefinspektor August Baumühlner vom Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst Wien, die besonderen baulichen und sicherheitstechnischen Maßnahmen der Ende Dezember 2009 an seine Mieterinnen und Mieter übergebenen Wohnhausanlage vor. ****

"Obwohl Wien weltweit zu den sichersten Metropolen zählt, gibt es aber auch in unserer Stadt Einbrüche und Vandalismusakte. Es ist umso erfreulicher, dass durch gezielte Maßnahmen Bauträger Lösungen umsetzen, die der Erhöhung des Sicherheitsgefühls vieler Mieterinnen und Mieter gerecht werden", erklärte Vizebürgermeister Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig. Besonderes Augenmerk richte sich dabei auch auf Maßnahmen, die das gute Miteinander der BewohnerInnen unterstützen: "Denn eine gute Hausgemeinschaft, in der die Mieterinnen und Mieter aufeinander schauen, steigert nicht nur das subjektive Sicherheitsgefühl, sondern bringt auch objektiv mehr Schutz." Mag. Karl Wurm, Geschäftsführer des Bauträgers GEWOG, dazu:
"Gerade in krisengebeutelten Zeiten wollen wir die Wohnsicherheit nicht nur mit unbefristeten Mietverträgen und überschaubaren Mieten garantieren, sondern nützen auch verstärkt neue sicherheitstechnische Möglichkeiten, um unsere Bewohnerinnen und Bewohner auch vor Wohnungseinbrüchen sicher zu wissen." Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal unterstrich: "Es freut mich, dass die GEWOG die Zwölfergasse als Standort für dieses innovative Wohnprojekt gewählt hat. Hier wurden nicht nur neue, wegweisende Sicherheitsstandards gesetzt, sondern es entstand auch attraktiver Wohnraum für 36 Familien in einem aufstrebenden Grätzel". Chefinspektor August Baumühlner führte aus: "Einbrüche in Wohnungen werden vermehrt von professionellen Tätern vorgenommen, die auch massives Einbruchswerkzeug bei sich führen. Der Einbau von einbruchshemmenden Türen der Widerstandsklasse 3 ist eine wichtige Maßnahme, um den Einbruchsversuchen effizient entgegen zu wirken. Ausreichende Beleuchtung und organisatorische Maßnahmen, die das Miteinander fördern, ergänzen ein Konzept zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls". Das Pilotprojekt "Sicher Wohnen" werde evaluiert und die Ergebnisse in künftige Neubauplanungen miteinfließen, so Ludwig.

Sonderförderung der Stadt Wien für Sicherheitstüren ab Widerstandsklasse 3

"Die Stadt Wien hat zuletzt mit der Ausweitung der Förderung beim nachträglichen Einbau von Sicherheitstüren ab Widerstandsklasse 3 auch für Eigenheime und Kleingartenhäuser dem gesteigerten Bedürfnis nach mehr Sicherheit beim Wohnen Rechnung getragen. Allein im Jahr 2009 wurden über 4.300 Haushalte dafür von der Stadt Wien mit rund 1,8 Millionen Euro an Förderungen unterstützt. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner und setzen einen wichtigen Schritt zur gezielten Prävention von Einbruchsdelikten", so Ludwig überzeugt. 20 Prozent der Kosten -maximal 400 Euro bei Einflügeltüren und maximal 800 Euro bei Doppelflügeltüren - werden in Form eines Einmalzuschusses gefördert. Förderungsberechtigt sind EigentümerInnen, MieterInnen und Nutzungsberechtigte einer Wohnung, eines Eigenheims oder eines Kleingartenwohnhauses, die/das dem persönlichen dringenden Wohnbedürfnis dient, d.h. nicht gefördert werden Zweitwohnsitze.

Das Projekt "Sicher Wohnen" im Detail

Das Wohnprojekt "Sicher Wohnen" zeichnet sich unter anderem durch folgende Sicherheitsmaßnahmen aus:
- übersichtliche Verkehrswege und eine überschaubare Garage, Vermeidung uneinsichtiger Nischen und Ecken.
- natürlich belichtete, helle Stiegenhäuser und Aufzugsbereiche
- beleuchtete Hauseingänge und Garageneinfahrtsbereiche durch Bewegungsmelder
- sechs Pkw-Stellplätze im Erdgeschoss mit natürlicher Belichtung speziell für Frauen. Garage mit Schnelllauftor mit Induktionsschleife.
- selbstverriegelndes Anti-Panik-Schloss bei Haus- und Garagenzugängen
- vandalensichere Durchlade-Postkästen: Die Postzustellung ist ohne Betreten des Hauses möglich.
- vandalensichere Gegensprechanlage
- Wohnungstüren der Widerstandsklasse 3, Einbau einer verstärkten Sicherheitszarge
- keine Erdgeschosswohnungen
- helle, natürlich belichtete Waschküche im Erdgeschoß

Wohnungsgrößen, Gemeinschaftseinrichtungen & Kosten

Die Wohnhausanlage in der Zwölfergasse 11-15 mit vier Obergeschoßen und einem Dachgeschoß bietet 36 geförderte Mietwohnungen (Eigentumsoption) in Größen zwischen 66 und 121 m2. Die Wohnungen sind um größtenteils west- oder südseitig orientierte Balkone, Loggien oder Dachterrassen erweitert. Ein Gemeinschaftsgarten mit Terrasse und der Kinderspielplatz fördern das Miteinader der Hausgemeinschaft. Kleinen BewohnerInnen steht neben dem Kinderspielplatz auch ein Kinderspielraum zur Verfügung. Weiters gibt es eine Gemeinschaftswaschküche, Kinderwagen- und Fahrradabstellräume. Insgesamt 18 Kfz-Stellplätze bietet die hauseigene Tiefgarage, sechs davon im Erdgeschoss. Weitere Parkmöglichkeiten befinden sich rund 200 Meter entfernt in der Anlage Viktoriagasse 4. Das Wohnprojekt liegt in der Nähe von Westbahnhof, Mariahilferstraße und Gürtel. Aufgrund der zentralen Lage und mit den U-Bahn-Linien U3 und U6 und den Straßenbahnlinien 5, 6, 9, 18, 52 und 58 beim Westbahnhof ist für eine gute öffentliche Verkehrsanbindung gesorgt.

Die Eigenmittel betragen durchschnittlich 480,-- Euro/m2, die monatliche Belastung beginnt bei 6,50 Euro/m2. Ein Garagenplatz kostet 67 Euro. Die Stadt Wien förderte die Errichtung der Wohnhausanlage bei Gesamtbaukosten von rund 4,3 Mio. Euro mit rund 2,1 Mio. Euro.

Service

Tipps und Beratungen zum Thema Sicherheit
Kriminalpolizeiliche Beratung Wien
1070 Wien, Andreasgasse 4 (Schauraum)
Mo. - Fr.: 9 bis 16 Uhr
Tel.: 01/31310-44927

Informationen über die Sonderförderung von Sicherheitstüren
MA 50 - Wohnungsverbesserung
1190 Wien, Muthgasse 62
Tel.: 01/4000-74860
http://www.wien.gv.at/amtshelfer/bauen-wohnen/wohnbaufoerderung/wohnu
ngsverbesserung/eingangstueren-eigenheim.html
(Schluss) kau

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Rückfragen & Kontakt:

Susanne Reppé
GEWOG Gemeinnützige Wohnungsbau Ges.m.b.H.
Tel.: 0664/825 44 12
E-Mail: susanne.reppe@nh-gewog.at

Christian Kaufmann, Mediensprecher Vbgm. StR Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01/4000-81277
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