Pensionskassenpensionen: Nach Maxi-Kürzungen 2009 heuer bestenfalls Mini-Erhöhungen

Bisherige Verluste der Pensionisten unaufholbar

Wien (OTS) - Das geltende Pensionskassen-Gesetz verbietet auch
nach Jahren mit höheren Veranlagungserträgen Pensionserhöhungen über 1-2 %. Schon dadurch ist es unmöglich, die schweren Verluste der Vergangenheit jemals auszugleichen. Außerdem wären dazu Ertragszuwächse im zweistelligen Prozentbereich über Jahrzehnte notwendig, die wohl keiner der heute im Schnitt 70-jährigen Pensionisten erleben wird. Das Veranlagungsgeschick der Pensionskassen in den letzten zehn Jahren, in denen die durchschnittliche Jahresperformance nicht einmal 3 % erreichte, hat im Übrigen gezeigt, was die Pensionskassenpensionisten erwartet.

An diesem Befund ändert auch die Aussage der Pensionskassen nichts, das Jahr 2009 habe gute Erträge gebracht. Es handelt sich dabei - und auch nur zum Teil - gerade einmal um das Erreichen der vertraglich zugesagten Ziele, um nicht mehr. Im Verhältnis zu den bis zu 45%igen Pensionskürzungen seit 2000 leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Das geltende Pensionskassengesetz sieht kein Sicherheitsnetz gegen Verluste vor, Pensionskürzungen sind unbegrenzt möglich, Pensionserhöhungen sind mit maximal 2 % limitiert. Die von der Regierung vor einem Jahr zugesagte Pensionskassenreform steckt in der Sackgasse, der völlig unzureichende erste Entwurf einer Pensionskassengesetz-Novelle liegt seit einem halben Jahr auf Eis. Für hunderttausende Pensionskassenberechtigte gibt es damit auch in Zukunft keine finanzielle Sicherheit und keine Möglichkeit, die Altersvorsorge zu planen, für die bereits geschädigten Pensionisten ist überhaupt keine Hilfe vorgesehen.

Vor diesem Hintergrund gilt für die ewigen Schönfärbereien der Pensionskassen und ihres Fachverbands der Satz des deutschen Unternehmers Max Putzler: "Die halbe Wahrheit ist die gefährlichste Lüge".

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