Arbeitsmarkt: Resignation kann nicht die Antwort sein

Eröffnung der neuen Regionalgeschäftsstelle AMS Wien Jugendliche

Wien (OTS) - Die Eröffnung der regionalen Geschäftsstelle AMS Wien Jugendliche am neuen Standort in Wien 6, Gumpendorfer Gürtel 2b, nahm Sozialminister Rudolf HUNDSTORFER zum Anlass für eine ausführliche Darlegung der Arbeitsmarktsituation bei Jugendlichen, sowie der Maßnahmen, hier für eine Entspannung zu sorgen. "Mit dieser Geschäftsstelle des AMS Wien wird gewährleistet, dass Arbeit suchende junge Menschen eine ebenso optimale wie effiziente Betreuung durch das Arbeitsmarktservice bekommen. In der ersten Jahreshälfte 2009 hat die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen stark zugenommen, seit Herbst konnte diese Entwicklung aber durch umfangreiche Arbeitsmarktpakete und Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit, wie die Aktion Zukunft Jugend deutlich gedämpft werden", unterstreicht der Minister.

Insgesamt stehen in Österreich 1.4 Milliarden Euro für eine aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung, es sei auch der Dank an den Handel zu richten, zur Minderung der Arbeitslosigkeit durch ein entsprechendes Angebot an Lehrstellen beizutragen. Bei den überbetrieblichen Lehrwerkstätten sind österreichweit 2.000 Plätze frei, auch im Jahr 2011 werden diese Maßnahmen aufrecht bleiben. "Die Arbeitsmarktpolitik wird uns noch lange begleiten", so HUNDSTORFER, "es wird aber zu Änderungen in Branchen und Strukturen kommen, und es werden andere Jobs notwendig sein. Resignation kann nicht die Antwort sein", postuliert der Minister.

Vizebürgermeisterin Mag.a Renate BRAUNER in Vertretung des kurzfristig durch andere Termine verhinderten Bürgermeisters Dr. Michael HÄUPL bezeichnet 2010 als Jahr im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Für junge Menschen gelte es, immer eine Chance auf Ausbildung offen zu halten und deshalb werden auch große Investitionen in ganz konkrete Arbeitsmarktmaßnahmen vorgenommen. Gerade Wien kämpfe für eine gute Ausbildung aller jungen Menschen, nicht zu letzt deshalb hat man eine Konjunkturpaket in einer Größenordnung von fast 1 Milliarde Euro geschnürt. Die Aufstockung der Plätze in den Wiener Lehrwerkstätten von bisher 3.500 auf nunmehr 4.500 sei der engen Kooperation zwischen der Stadt Wien und dem AMS zu verdanken, betont die Vizebürgermeisterin.

Das AMS, übrigens Mitglied des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG), bietet am neuen Standort mit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 12.500 jungen Menschen im Alter von 15 bis 21 Jahre Betreuung an, etwa zwei Drittel aller Gemeldeten haben Migrationshintergrund. Es werde getrachtet, mit aller Kraft zu verhindern, dass die Jugendarbeitslosigkeit stark ansteige, führt AMS-Vorstand Dr. Herbert BUCHINGER aus. Einen Schwerpunkt der Programme für Jugendliche des AMS Wien bildet die überbetriebliche Lehrausbildung. Das Budget dafür beträgt 83 Millionen Euro, wovon das AMS Wien 72 Millionen und der Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds (WAFF) 11 Millionen tragen.

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