Politik, neu gedacht (von Claudia Grabner)

Ausgabe 13. Jan. 2010

Klagenfurt (OTS) - Und da möge einer kommen, der Wunder
vollbringt? Eine Lichtgestalt, die eine wankende Partei eint und ihr die Wählerscharen zutreibt? Wer auch immer an die Stelle eines Reinhart Rohr hochgelobt wird - sein Standing wird kein honigsüßes sein. Charisma? Schön und gut. Parteiinterner Rückhalt? Voraussetzung. Kommunikationstalent? Wünschenswert. Strategisches Genie? Wäre nett. - Und doch könnte all das (und einige Happen mehr) zu wenig sein, um Rot zurück auf die Siegerstraße zu führen. Zu wenig, wenn man an einer Politik, wie wir sie heute kennen, festhält. Es ist eine - quer durch alle Parteicoleurs praktizierte - Politik, die sehr bald schon keine Probleme mehr lösen wird können. Wähler laufen zuhauf davon. Das Land rutscht tiefer ins Desaster. Die SPÖ hätte jetzt die Chance, die Unausweichlichkeit einer politischen Neudefinition als erste zu erkennen. Mit dem Mut zu riskanten, zu überraschenden Entscheidungen könnte sie Vorreiter sein. Weil aber der erste Schritt ein Verzicht auf Macht bedeutet, stehen die Chancen für eine ganz und gar neue Politik erdenklich schlecht.

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