Wlodkowski: Alle erneuerbaren Energieträger für Energiewende nötig

Chance nützen: Tausende Arbeitsplätze in Umwelttechnikbranche möglich

Wien (OTS) - "Auch wenn die Attacken der Arbeitnehmervertretung gegen biogene Energie und Rohstoffe immer aggressiver werden, werden sie um keinen Deut richtiger. Denn die im Verordnungsentwurf für das Ökostromgesetz vorgesehenen Einspeisetarife für Strom aus Biogasanlagen liegen nach wie vor deutlich unter jenen, die in unseren Nachbarländern Deutschland und Italien gezahlt werden. Diese beiden Länder haben als Antwort auf die Wirtschaftskrise und den Klimawandel ein erfolgreiches Programm für die Weiterentwicklung des Biogassektors hochgezogen und tausende neue Arbeitsplätze geschaffen. Aber offenbar sind tausende Jobs und zusätzliche Wertschöpfung im Inland für die Arbeitnehmervertretung plötzlich kein Argument mehr, wenn es von der falschen Seite, also von der Landwirtschaft, kommt. Ich rufe daher die Arbeiterkammer auf, wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren und gemeinsam an der Wende weg von der fossilen hin zur erneuerbaren Energie mitzuarbeiten", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zur Kritik der AK an den Ökostromtarifen.

Zurück zur Wahrheit

"Die Fachleute der Arbeitnehmervertretung müssen in der öffentlichen Diskussion wieder zurück zur Wahrheit finden. Wenn in unseren Nachbarländern deutlich höhere Ökostromtarife gelten, als im aktuellen Verordnungsentwurf vorgesehen, ist der Vorwurf der Überförderung ein großer Unsinn und hat nichts mit Fakten zu tun. Auch die Behauptung, die Einsparung 1 t CO2 würde bei Biogasanlagen EUR 270,- kosten und viel teurer als bei Windkraft sein, ist nachweislich falsch. Rechnet man mit den Kalkulationsansätzen des Umweltbundesamtes, liegen die Kosten tatsächlich nur bei EUR 80,- pro t CO2 auf etwa gleicher Höhe wie die AK-Zahlen bei Windkraft", stellte Wlodkowski klar.

Kräfte bündeln

"Wir brauchen keine Vernebelungs- und Verhinderungstaktik, sondern wir müssen alle ganz kräftig an einem Strang ziehen. Denn Österreich hat sehr klare und verbindliche Zielvorgaben der EU-Richtlinien bis 2020 einzuhalten. Dazu müssen wir sowohl für die Ziele bei erneuerbarer Energie als auch bei den Zielen für die Treibhausgas-Einsparung alle verfügbaren Potenziale nutzen. Alle Versuche, die erneuerbaren Energieträger gegeneinander auszuspielen, sind strikt abzulehnen", so Wlodkowski. "Wir sollten stattdessen unsere Kräfte bündeln und in jedem Bereich unsere Möglichkeiten optimal ausschöpfen. Wir müssen zügig alle Technologien weiterentwickeln, von Biogas über feste Biomasse, Windkraft bis hin zur Wasserkraft, um die Herausforderungen zu meistern. Es ergibt keinen Sinn, wegen der Blockadepolitik der Arbeiterkammer dann Milliardenstrafen für Zielverfehlungen zu bezahlen, statt rechtzeitig wertvolle Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen", hielt der LK-Präsident fest.

"Das gute Image Österreichs als internationaler Vorreiter bei der Umwelttechnik darf gerade jetzt nicht zerstört werden. Unser Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze brauchen die Unterstützung aller Sozialpartner. Wir dürfen durch eine eifersüchtige Klientelpolitik nicht die Chancen für neue Arbeitsplätze bei österreichischen Umwelttechnikunternehmen zerstören", warnte Wlodkowski.
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