FPÖ-Weinzinger kritisiert Finanz- und Währungspolitik der OeNB

OeNB reduzierte Österreichs Goldbestand massiv - FPÖ-Finanzsprecher für Abkehr vom Dollar als Leitwährung

Wien (OTS) - "Waren es mit 1. Jänner 1999 noch 429,8 Tonnen Gold, so ist der Goldbestand mit 31. Dezember 2008 auf 280 Tonnen massiv reduziert worden." Darauf machte heute der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich und Finanzsprecher des FPÖ-Parlamentsklubs, NAbg. Lutz Weinzinger, aufmerksam. Laut parlamentarischer Anfragebeantwortung wurden zudem seitens der OeNB in den letzten zehn Jahren keinerlei Goldankäufe getätigt. Kritik übte Weinzinger in diesem Zusammenhang daran, "dass es zu massiven Umschichtungen der Notenbankreserven von Gold hin zum Dollar gekommen ist."

Der Euro sei zu etwa 80 Prozent in US-Dollar gedeckt, so der FP-Finanzsprecher. In Finanzkreisen kursiere das Gerücht, die US-amerikanische Regierung spiele nicht nur mit dem Gedanken, den Dollar zu beerdigen und eine neue Währung zu etablieren, sondern arbeite bereits konkret daran. "Tatsache ist, dass viel zu viele Dollars gedruckt werden, die längst keinen Wert mehr haben. Gesetz den Fall, die USA käme zu dem Schluss, als letzten Ausweg eine Währungsreform durchzuführen, hätte dies auch Auswirkungen auf die europäischen Volkswirtschaften. Eine wahrscheinlich bevorstehende Abwertung würde uns beinahe eins zu eins mit allen negativen Folgen treffen", erneuerte Weinzinger die Forderung nach einer Abkehr vom Dollar als Leitwährung. "Diese ist längst überfällig und würde Europa wirtschaftlich und politisch zu wesentlich weitgehenderer Souveränität verhelfen." Der FPÖ-Abgeordnete verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass namhafte amerikanische Wissenschaftler, wie der Nobelpreisträger Joseph Stieglitz bereits den Niedergang der Weltwährung prophezeien, in deren Leitrolle die Ursache für die vielen Finanzkrisen seit den 70er Jahren begründet liegt.

"Aus freiheitlicher Sicht besteht kein Grund dafür, Österreich und Europa weiterhin freiwillig der Willkür der US-amerikanischen Finanzpolitik auszuliefern, die nur an den eigenen Interessen orientiert ist", betonte Weinzinger und kritisierte hier auch das Verhalten der Nationalbank unter ihrem Gouverneur Nowotny: "Nach dem Versagen der Bankenaufsicht bei der Hypo-Alpe Adria, der Dienstwagenaffäre und den Pensionsprivilegien scheint hier nun ein neuer Aspekt sich aufzutun."

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