"KURIER"-Kommentar von Daniela Kittner: "Auf der richtigen Spur"

Bei der Aufklärung aktueller Wirtschaftskrimis geht es ums Vertrauen zur Justiz.

Wien (OTS) - Bayern hat sieben Staatsanwälte abgestellt, um den Wirtschaftskrimi um die Hypo Alpe-Adria aufzuarbeiten. Sie habe zu wenig Personal, beschied Claudia Bandion-Ortner auf die berechtigte Kritik, dass in Österreich nur ein Staatsanwalt für die Mega-Pleite abgestellt ist.
Gestern holte Josef Pröll seine Justizministerin von der falschen Busspur herunter. Ab sofort sollen sich fünfzehn Staatsanwälte plus Wirtschaftsspezialisten um die skandalträchtigen Affären von Hypo bis Immofinanz kümmern. Laut Finanzminister kostet das Zusatzpersonal heuer zwei Millionen Euro.
Das im Vergleich zu den Schadenssummen läppische Investment in die Justiz ist höchst notwendig. Je mehr Fakten über unverschämte Abzocke in gewissen Seilschaften aus Politik und Wirtschaft bekannt werden, umso mehr verbreitet sich das Gefühl, mit Helmut Elsner wurde ein Bauernopfer gebracht, andere mutmaßliche Betrüger lässt man laufen. Schon werden Rufe laut, blind mit Verhaftungen durchzugreifen.
Es geht aber nicht ums Einsperren. Es geht darum, dass die Justiz so glaubwürdig arbeitet, dass man es ihr abnimmt, wenn sie einen vordergründig Verdächtigen am Ende doch als unschuldig befundet.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/129

Rückfragen & Kontakt:

KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
innenpolitik@kurier.at
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0002