• 08.01.2010, 13:33:39
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GPA-djp und vida zu FSW-Hacker: Auch Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich haben Rechte

Sozial- und Gesundheitsberufe: Lohnniveau liegt ein Fünftel unter Durchschnitt

Wien (OTS/ÖGB) - (vida/GPA-djp) - "Wenn man ernsthaft an einer
Lösung des Kollektivvertragskonflikts im Gesundheits- und
Sozialbereich interessiert ist, dann kann man nicht über die
Interessen und Rechte der 80.000 Beschäftigten hinwegsehen. Die gute
und qualitativ hoch stehende Betreuung und Pflege von Menschen wird
längerfristig nur dann aufrechtzuerhalten sein, wenn die Leistung der
Beschäftigten entsprechend honoriert wird", reagieren der stv.
Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, und der stv.
Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Willibald Steinkellner, auf die
heutigen Äußerungen des Geschäftsführers des Fonds Soziales Wien
(FSW), Peter Hacker.++++

"Die Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich sind
alles andere als SpitzenverdienerInnen. Ihr Einkommen liegt im
Durchschnitt um ein Fünftel unter dem aller unselbstständig
Beschäftigten. "Oft wird nur Teilzeit angeboten, zum Beispiel im
Bereich der mobilen Betreuung und Pflege. Für viele der Beschäftigten
ist es schwer, mit ihrem Lohn über die Runden zu kommen", erklärt
Steinkellner. Deshalb sei auch das Verständnis dafür, dass
Arbeitgeber und Politik von den Beschäftigten vollen Einsatz
verlangen, bei der Entlohnung dann aber auf ihre Geldknappheit
verweisen, enden wollend. "Ein Dankeschön allein reicht zum Leben
nicht", sagt der Gewerkschafter.

"Der Verweis auf die Leistbarkeit der Betreuung und Pflege kann so
nicht stehen gelassen werden. Die öffentliche Hand wird gut beraten
sein, mehr in diesen Bereich zu investieren, weil es sich auch um
einen wirtschaftlichen Zukunftsbereich handelt, in dem neue
Arbeitsplätze entstehen. Im Übrigen fordern die Gewerkschaften nichts
Utopisches, sondern eine Honorierung der Leistung der Beschäftigten
des Gesundheits- und Sozialbereichs des vergangenen Jahres, wie dies
in anderen Branchen auch erfolgt ist. Statt den Vereinen und
letztendlich daher den Beschäftigten zu drohen, sollte Herr Hacker
sein ganzes politisches Gewicht in die Waagschale werfen, um die
angespannte finanzielle Situation des Bereichs langfristig zu lösen
und auf Einsparungen auf Kosten der Beschäftigten zu verzichten", so
Proyer.

"Die Preise laufend zu drücken, das heißt, schlechte
Arbeitsbedingungen und den Personalmangel zu fördern. So kann es
nicht weitergehen. Soziale Arbeit ist mehr wert! Nur mit Almosen
lassen sich die Beschäftigten bei der Kollektivvertragsrunde für 2010
nicht abspeisen", fügt Steinkellner hinzu.

Nachdem die bisherigen Verhandlungen zum BAGS-Kollektivvertrag
ergebnislos verlaufen sind, haben GPA-djp und vida gemeinsam mit den
BetriebsrätInnen des privaten Gesundheits- und Sozialbereichs zu
Kundgebungen am 14. Jänner 2010 aufgerufen.

ÖGB, 8. Jänner 2010

Rückfragehinweis:

vida Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Martina Fassler
   Tel: 0664/614 57 32
   martina.fassler@vida.at
   www.vida.at
   
   GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Martin Panholzer
   Tel.: 05 0301-21511
   Mobil: 05 0301-61511
   E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
   http://www.gpa-djp.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/143

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