• 08.01.2010, 10:18:36
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Wenn der Neujahrsvorsatz mit einer Essstörung endet

Wien (OTS) - Die Weihnachtszeit und mit ihr die Festtage sind
meist von üppigen Mahlzeiten begleitet. Doch nach dem Festschmaus und
Silvester nehmen sich viele Menschen den Neujahrsvorsatz, eine Diät
zu machen und abzunehmen. Vor allem Frauen beginnen aus
Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper nach den Feiertagen mit
ungesunden Abnehmversuchen und manche landen direkt in einer
Essstörung. Dünne Frauen, die aus Magazinen heraus- und von
Werbeplakaten herunterlachen und ein ungesundes, dürres Ideal prägen,
sind die fragwürdigen Vorbilder.

Essstörungen - wer ist betroffen?

Rund 90 Prozent der von Essstörung Betroffenen sind Mädchen und junge
Frauen. Bezogen auf die österreichische Gesamtbevölkerung leiden von
allen 15- bis 20-Jährigen mindestens 2.500 an Magersucht und über
5.000 an einer subklinischen Essstörung. Unter 20- bis 30-jährigen
Frauen findet man mindestens 6.500 Frauen mit Bulimie. Insgesamt geht
man von über 200.000 Österreicherinnen aus, die zumindest einmal in
ihrem Leben an einer Essstörung erkranken. Allein in Wien haben
derzeit mehr als 2.000 Mädchen und rund 100 Burschen ein akutes
Risiko, an Magersucht oder Bulimie zu erkranken.

Wien als Pionier in der Essstörungs-Prävention

Als erste europäische Stadt startete Wien 1998 im Rahmen des
"Wiener Programms für Frauengesundheit" eine umfassende Initiative
zur Prävention von Essstörungen. Einen wichtigen Ankerpunkt in der
niederschwelligen Hilfestellung für Betroffene stellt die anonyme und
kostenlose Essstörungshotline 0800 20 11 20 dar
(www.essstoerungshotline.at). Seit 1998 wurden hier mehr als 18.000
psychotherapeutische Beratungen geleistet.

Die Essstörungs-Broschüre "Ich liebe mich, ich hasse mich" sowie
das Adressverzeichnis "Hilfe bei Essstörungen in Wien" mit
spezialisierten Beratungseinrichtungen können kostenlos unter
01/4000-87162 bestellt werden oder unter www.essstoerungshotline.at
heruntergeladen werden.

Gesundheitspolitischer Appell für ein gesundes Frauenbild

"Schluss mit diesem ungesunden Schlankheitswahn", fordert daher
die Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien, ao. Univ.-Prof.in
Dr.in Beate Wimmer-Puchinger. Die Initiative "S-O-Ess gegen
unerreichbare Schlankheitsideale", die auf Betreiben von
Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely und der Wiener
Frauengesundheitsbeauftragten ins Leben gerufen wurde, setzt seit
bald drei Jahren auf Bewusstseinsbildung und gesellschaftlicher
Verantwortung bei EntscheidungsträgerInnen in den sensiblen Branchen
Mode und Kosmetik, Model- und Show-Business sowie den Medien.
"S-O-Ess" wird unter anderem von Birgitte Jank, Präsidentin der
Wirtschaftskammer Wien, Melanie Scheriau und Cordula Reyer,
internationale Top-Models aus Österreich, der Starfotografin Inge
Prader, Ilse Dippmann, Gründerin des Österreichischen dm
Frauenlaufes, Andrea Weidler, Doyenne der österreichischen
Modelszene, und Tini Kainrath von den Rounder Girls unterstützt.

Für den Inhalt verantwortlich:
Mag.a Michaela Langer

Rückfragehinweis:

Mag.a Michaela Langer
   Stv. Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit
   Tel. (+43 1) 4000 87161
   Fax (+43 1) 4000 / 99 87168
   E-Mail: michaela.langer@wien.gv.at
   Web: www.frauengesundheit-wien.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174

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