AK-Umfrage: Mehr als ein Viertel fühlt sich überwacht am Arbeitsplatz

Linz (OTS) - 26 Prozent der vom IFES-Institut im Auftrag der AK befragten Mitglieder gehen davon aus, dass sie "sicher" bzw. "wahrscheinlich" überwacht und kontrolliert werden. Nur vier Prozent schließen eine Überwachung definitiv aus. Rund zwei Drittel der Beschäftigten sprechen sich klar für ein gesetzliches Überwachungsverbot am Arbeitsplatz aus.

Überwachung am Arbeitsplatz ist ein massives Thema. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der AK unter 600 Mitgliedern. Fast die Hälfte der Beschäftigten, die sich überwacht glauben, nehmen an, dass ihre E-Mails und die Internetnutzung kontrolliert werden. 36 Prozent vermuten eine kontinuierliche Beobachtung während der Arbeitszeit durch den Vorgesetzten. Jeweils rund 30 Prozent nehmen an, dass Arbeitskollegen/-innen Informationen über sie ausplaudern müssen bzw. werden vom Vorgesetzten selbst befragt, wenn sie im Krankenstand waren.

Einen Einfluss auf die Überwachung dürfte die Betriebsgröße haben:
Nur 30 Prozent in Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten denken, sicher nicht überwacht zu werden. In Betrieben mit bis zu 20 Mitarbeitern/-innen sind 51 Prozent überzeugt, nicht überwacht zu werden.

Zwei Drittel der Beschäftigten in Oberösterreich sind der Meinung, dass derartige Überwachungen in letzter Zeit stark oder etwas zugenommen haben. Nur 17 Prozent glauben, dass die Überwachung nicht ausgeweitet wurde.

Im Rahmen der jährlichen IFES-Umfrage im Auftrag der AKOÖ wurden auch das Vertrauen in und die Zustimmung zur AK erhoben. Erfreuliches Ergebnis: Die Zufriedenheit der oberösterreichischen Mitglieder mit ihrer AK ist gestiegen. Auf einer fünfstufigen Skala (1 = kein Vertrauen, 5 = großes Vertrauen) erreicht die Arbeiterkammer den Mittelwert von 3,66. Damit liegt sie ganz vorne fast gleichauf mit der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (3,67) und klar vor Landesregierung (3,25) und Wirtschaftskammer (3,22).

Insgesamt 89 Prozent der Befragten halten die Arbeiterkammer als gesetzliche Interessenvertretung für wichtig, fast zwei Drittel davon sogar für "sehr wichtig". 56 Prozent der Mitglieder (davon 59 Prozent Frauen) hatten bereits Kontakt mit der AK, am häufigsten per Telefon (43 Prozent). 54 Prozent der Arbeitnehmer/-innen, die bereits Kontakt zur AK hatten, waren damit sehr zufrieden, weitere 40 Prozent zufrieden.

66 Prozent der Befragten wissen über die kostenlose Beratung und Vertretung vor dem Arbeits- und Sozialgericht Bescheid. Dieser Wert bleibt seit Jahren konstant hoch. 45 Prozent der Befragten kennen die kostenlose Rechtsvertretung vor Gericht für Mitglieder in konsumentenrechtlichen Angelegenheiten.

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