"KURIER"-Kommentar von Gert Korentschnig: "Jeden Tag ein Ärgernis"

Der Kärntner Umgang mit Steuergeld ist skandalös - auch bei einer Morgengabe.

Wien (OTS) - Ja, wir befinden uns in der Faschingszeit, und die Lei-Lei-Gilden üben bestimmt fleißig. Nein, diese Geschichte ist nicht erfunden, entstammt keinem Sketch des EU-Bauern, sondern ist tatsächlich wahr.
Das Land Kärnten hat 1,2 Millionen Euro an die Kärntner FPÖ überwiesen. Davon wanderte zwecks Schuldentilgung eine Million direkt an die Bundes-FPÖ nach Wien, also zu HC Strache. Bei diesem Geld handelt es sich um Parteienförderung für die winzige Kärntner Landesgruppe, die nach der Gründung des BZÖ durch Jörg Haider weiterhin existierte. Haider hatte nämlich - seiner Logik zufolge war das selbstverständlich - die Förderung zu den Orangen mitgenommen.
Das Bizarre daran: Jahrelang hatte Kärnten versucht, die Landes-FPÖ klein zu halten, ein leidenschaftlich geführter Rechtsstreit war die Folge.
Das Skandalöse: Die Überweisung erfolgte kurz vor Bekanntgabe der Polit-Hochzeit zwischen Strache und Scheuch, also der Gründung der FPK. Soll noch einer sagen, dass es sich nicht um eine Morgengabe handelte.
Das Unfassbare: In Kärnten glauben die Amtsinhaber offenbar beharrlich, mit Steuergeld nach Belieben umgehen zu können. Wetten, dass das nicht das letzte Kärntner Ärgernis und neo-blaue Wunder war?

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