"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Startschuss nach hinten"

Die Koalitionspartner gehen in Klausur: Streng getrennt - mit dem alten Zündstoff.

Wien (OTS) - Kennen Sie das? Ein paar Tage keine österreichischen Zeitungen zur Hand gehabt. Mit Neugierde wieder danach gegriffen und selbstredend zuerst die innenpolitischen Seiten ins Auge genommen -und nach einem ersten Scan leicht irritiert aufs Datum der Zeitung geblickt. "Asyllager Eberau: Arbeitsgruppe soll Alternativen prüfen." - "Hypo-Skandal: Präsident Fischer verlangt volle Aufklärung." -"Prammer: Für U-Ausschuss-Reform". Hatten wir das alles nicht schon vor ein paar Tagen, Wochen, Monaten? Politikdebatten made in Austria ein Perpetuum mobile - ständig erregt bewegt, aber am liebstem im Kreise? Lassen wir noch die letzten Ausläufer der Weihnachtsamnestie für nervtötende geistlose Umtriebe gelten. Schließlich war der innenpolitische Betrieb
feiertagsbedingt hauptsächlich auf Autopilot gestellt. Ab sofort übernehmen Kanzler und Vizekanzler in ihren Parteien wieder mit beiden Händen das Steuer und ziehen sich mit ihrem engsten Führungskreis zur Strategieplanung 2010 zurück. Den Anfang mit ihrer Klausurtagung macht heute die SPÖ. Auf der Tagesordnung stehen ganz oben die unerledigten Dauerbrenner "Bildungsreform" und "Finanztransaktionssteuer". Heißt es also auch 2010 wieder: Alles dreht sich, aber nichts geht weiter ?

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