FORMAT: Neue Millionenbelastungen für ÖBB wegen "Gratistickets"

Rückstellungsbedarf für Steuernachzahlung liegt bei 200 Millionen Euro

Wien (OTS) - Das Finanzamt fordert von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) die Nachzahlung von Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Denn Freifahrtberechtigungen ("Gratistickets") für tausende ÖBB-Mitarbeiter und deren Familien sowie von rund 89.000 Pensionisten wurden in den vergangenen vier Jahren nicht ordnungsgemäß als Sachbezug versteuert. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Für den "Worst Case" rechnen die ÖBB-Buchhalter laut FORMAT exklusiv vorliegenden Informationen mit Kostenbelastungen von rund 400 Millionen Euro. Weil die Wirtschaftsprüfer nicht vom schlimmsten Fall, sondern vom wahrscheinlichen Vorsorgebedarf ausgehen, muss laut FORMAT lediglich die Hälfte, also mindestens 200 Millionen Euro, als Rückstellung gebildet werden.

In den ÖBB werden Strategien überlegt, wie das Problem künftig gelöst werden soll. Viele Eisenbahner werden laut FORMAT gezwungen sein, entweder auf ihr Freifahrt-Ticket oder (wegen der zwingenden Versteuerung) auf Nettolohn zu verzichten.

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