ÖAMTC: Vorsicht bei starken Schneeverwehungen, Ausweichroute die beste Option

Fahrtechnik-Experte erklärt richtiges Fahrverhalten auf verwehten Straßen

Wien (OTS) - Österreichische Kraftfahrer sind wegen der winterlichen Fahrverhältnisse in den nächsten Tagen besonders gefordert. Vereiste Scheiben und angefrorene Türen werden zum geringsten Problem, wenn vor lauter Schnee kein Asphalt mehr zu sehen ist. Deshalb der Tipp von Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor beim ÖAMTC: "Stets den Verkehrsfunk mitverfolgen, um über Behinderungen Bescheid zu wissen." Kommt es zu Schneeverwehungen, gilt es eine geeignete Ausweichroute zu wählen. Ist das nicht möglich, sollte man unbedingt die folgenden Verhaltenstipps zum Fahren bei Schneeverwehungen beachten:

* Man kennt nie die Konsistenz des Untergrunds, ob der Schnee weich und pulvrig oder hart gefroren ist. "Deshalb sollten Verwehungen prinzipiell bestmöglich 'umfahren' werden", sagt der ÖAMTC-Experte. Dazu kann auch die Gegenfahrbahn genutzt werden, sofern dadurch andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.

* Wichtig ist, dass der Fahrer das Lenkrad beim Durchfahren einer Verwehung mit beiden Händen festhält. "Es besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug stark zieht, ähnlich wie bei Seitenwind", erklärt der ÖAMTC-Experte. Im schlimmsten Fall kann das Fahrzeug ins Schleudern geraten oder von der Fahrbahn abkommen.

* Gegebenenfalls Schneeketten anlegen, bevor man in Verwehungen hinein fährt.

* "Immer langsam hinein", rät ÖAMTC-Experte Roland Frisch. So bleibt eine Rückfahrt möglich, falls das Fahrzeug stecken bleibt. Fährt man zügig durch Verwehungen, kann es zu Sichtbehinderungen durch den aufgestaubten Schnee kommen.

* Da oft nicht erkennbar ist, wie tief die Verwehung ist, besteht auch die Gefahr von Beschädigungen am Fahrzeug. Gebrochene Plastikabdeckungen, Schäden an der Karosserie und vereiste Kühler können in weiterer Folge zu Schäden am Motor führen.

* Ist die Verwehung höher, als die Bodenfreiheit des Fahrzeugs, sitzt es am Unterboden auf. Die Reifen verlieren den Bodenkontakt. "Bei Fahrzeugen mit verstellbaren Fahrwerken diese also in die Höhe stellen", empfiehlt der ÖAMTC-Experte.

Die Beherrschung seines Autos oder Lkw in Extremsituationen kann man bei einem Fahrtechniktraining des ÖAMTC üben. Informationen und Anmeldung auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/fahrtechnik.

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