Innovative Ideen und kreative Vorschläge für den Westgürtel

Studentenwettbewerb zur Gestaltung von Fußgängerkorridoren

Wien (OTS) - Ein intensives Programm zur Attraktivierung des Gürtels hat in den letzten zwei Jahrzehnten viele Erfolge gezeigt:
"Der Gürtel hat sich wieder zu einer belebten Zone entwickelt - mit einer lebendigen Gastroszene, neuen Infrastrukturangeboten und spannender Architektur", so Stadtrat DI Rudi Schicker. Damit dieser erfolgreiche Aufwertungsprozess nicht ins Stocken gerät, werden bis 2013 unter dem Titel "Gürtelfinale" eine Reihe von weiteren Projekten mit finanzieller Unterstützung durch EU-Mittel umgesetzt.

Aktuell ist die Wiener Stadtplanung auf der Suche nach innovativen Ideen und kreativen Vorschlägen zur Förderung des Fußgängerverkehrs. Insbesondere sollen Bezirksgrenzen überschreitende und zum Gehen und Bleiben einladende Fußgängerkorridore - möglichst abseits des Autoverkehrs - die Barriere Gürtel überwinden. Wie können solche fußgängerfreundliche Bereiche aussehen? Wie kann man die Situation für FußgängerInnen unter den gegebenen Rahmenbedingungen im dicht bebauten gründerzeitlichen Stadtgebiet Westgürtel verbessern? Ideen und Konzepte dazu lieferte ein Studentenwettbewerb, den die MA 21 A -Stadtteilplanung und Flächennutzung 2009 unter dem Titel "Go West" ausgelobt hat. 22 Beiträge von 39 StudentInnen der TU Wien, der Universität für Bodenkultur und der Kunst-Uni Linz wurden eingereicht, von einer ExpertInnenjury bewertet und letztendlich 4 Siegerprojekte ermittelt.

"Die prämierten Konzepte der StudentInnen werden nun weiter verfolgt", erläutert Stadtrat DI Rudi Schicker. "Ziel ist es, die spannendsten Ideen in Zusammenarbeit mit den Bezirken zu einem umsetzbaren Konzept weiter zu entwickeln und bei der Realisierung der einen oder anderen Idee auch die Chance einer EU-Kofinanzierung zu nutzen".

Die Siegerprojekte:

Konzept "Public Space Generator"

Das Konzept von Philipp Benisch sieht modulartige Stadtmöbel im Parkstreifen vor. Das Konzept besticht vor allem durch seine Flexibilität und die vielen möglichen Ausführungsvarianten. Diese reichen von Verweilplätzen mit Sitzgelegenheiten, kleinen, bepflanzten "grünen Lungen", Spielbereichen bis hin zu Punschhütte oder Würstelstand. Die Module können - je nach Jahreszeit und Anforderungen wachsen, schrumpfen, wechseln bzw. ständig oder temporär im öffentlichen Raum aufgestellt werden und so die Attraktivität des öffentlichen Raums erhöhen.

Konzept "StraßenZug"

Helena Mally, Sarah Neidhart und Martina Sattler gehen auf die beengte Raumsituation in den Gründerzeitvierteln im Bereich des Westgürtels ein. In Anlehnung an einen Zugwagon, der - obwohl er sehr schmal ist - viele Sitzmöglichkeiten bietet, sollen hier durch klappbare Sitzelemente (zum Beispiel an Mauern) neue Verweilorte geschaffen werden. Durch begleitende bauliche Maßnahmen wie Gehsteigverbreiterung soll unter anderem vor Schulen mehr Platz geschaffen werden.

Konzept "Follow the line"

Eine rote Linie ist das Leitmotiv des Gestaltungskonzeptes "Follow the line" von Sabine Papst und Julia Rode, das sich - die Bezirke beidseits des Gürtels verbindend - über den gesamten Korridor zieht. Sie gliedert als Bodenmarkierung den öffentlichen Raum, wird teilweise auch hoch über Straßenniveau gespannt und kann dort als Rankgerüst für Kletterpflanzen oder der Aufhängung farbenfroher fixer oder jahreszeitlich unterschiedlicher Beleuchtungskörper oder anderer Elemente dienen. Die rote Linie reagiert flexibel auf räumliche Gegebenheiten und schafft neue Räume für vielfältige Nutzungen und unterschiedliche Fortbewegungsgeschwindigkeiten. FußgängerInnen werden zur Raumaneignung und Mitgestaltung aufgefordert.

Konzept "Water Connecting People"

Im Projekt von Benedikt Weingartner, Lisa Habenicht und Verena Pass wird Wasser als gestalterisches Element über das gesamte Bearbeitungsgebiet eingesetzt und nimmt Bezug zur Geschichte des Korridors, als noch ein Ottakringer Bach das Stadtbild prägte. Der motorisierte Verkehr wird erheblich reduziert, sodass großzügige Freiräume für FußgängerInnen entstehen.

Stadtrat Schicker dankt den Universitäten für die Kooperation und den teilnehmenden StudentInnen für ihre zahlreichen Ideen - mit ihren oft neuen Blickwinkeln für die Gestaltung des Öffentlichen Raumes werden sie das Stadtbild beiderseits des Gürtels weiterentwickeln. (Schluss) Lay

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