GSV-Präsident Richard Schenz beurteilt österreichische Verkehrspolitik "im wesentlichen positiv"

Pragmatische Programme, Prozesse und Projekte, aber noch weiterer Handlungsbedarf

Wien (OTS) - Eine im wesentlichen positive Bilanz über die österreichische Verkehrspolitik im abgelaufenen Jahr zieht der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Straßen-und Verkehrswesen (GSV), Richard Schenz. Das ambitionierte Infrastruktur-Ausbauprogramm für Schiene und Straße werde zügig umgesetzt, wodurch der Rezession in der Wirtschaft erfolgreich gegengesteuert werde. Eine "weise Entscheidung" sei auch die Bereitstellung von Finanzmittel für regionale und lokale Projekte -etwa die Erneuerung von Bahnhöfen -, weil dies vor allem den örtlichen Klein- und Mittelbetrieben zugute komme.

"Zukunftsweisend und zukunftssichernd" nennt Schenz den von Infrastrukturministerin Doris Bures auf den Weg gebrachten "automotiven Strategieprozess", der die österreichische Automobil-und Zulieferindustrie als wesentlichem Segment der heimischen Wirtschaft stärken soll. Es sei "der richtige Ansatz", parallel zur Förderung der Entwicklung von Null-Emissions-Fahrzeugen die konventionellen Verbrennungsmotoren weiter zu optimieren, da auf sie noch längere Zeit nicht verzichtet werden könne.

Als "Meilenstein" in der österreichischen Verkehrspolitik bezeichnet der GSV-Präsident das von der Infrastrukturministerin initiierte Projekt eines "Nationalen Aktionsplans zur Verkehrstelematik". Dieser könne- im Zusammenwirken mit gut dotierten Förderprogrammen - Österreich bei der Entwicklung und Anwendung von Verkehrsmanagement- und -informationssystemen international einen Platz "in der ersten Liga" sichern. Zur gezielten Weiterentwicklung der Stärken wolle auch die GSV beitragen, die schon 2008 einen "Arbeitskreis Verkehrstelematik" eingerichtet habe, an dem Experten aus der Öffentlichen Verwaltung, der Wissenschaft und der Wirtschaft mitwirken.

Zu wenig getan werde laut Schenz indes noch für den Ausbau von Güterterminals: "Wenn der Kombinierte Verkehr als Alternative zum reinen Transport auf der Straße attraktiver werden soll, brauchen wir ein dichteres Netz zentraler und regionaler Umschlageinrichtungen".

Mehr politisches Engagement wünscht sich Schenz auch für den Güterverkehr auf der Donau. Sonst werde das Ziel schwer zu erreichen sein, das Transportaufkommen mit dem Binnenschiff von gegenwärtig jährlich etwa 12 auf 25 Millionen Tonnen im Jahr 2015 zu steigern. Mit Nachdruck werde sich die GSV weiterhin für die Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs und die vollständige Marktöffnung für private Verkehrsunternehmen einsetzen. Dies würde hunderttausenden Berufspendlern und Schülern einen Qualitätssprung bringen. Gleichzeitig müssten die Besteller von Verkehrsdienstleistungen - wie das Beispiel Deutschland zeige - voraussichtlich deutlich geringere Zuschüsse zahlen, weil die Mitbewerber sparsamer als die ÖBB wirtschaften könnten, so Schenz.

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