Leitl: 2009 trotz schwieriger Ausgangslage viel für heimische Unternehmen erreicht

Arbeitsmarktpakete, Milderung von BASEL II, Verdopplung der Umsatzschwelle der Bilanzierungspflicht und Vereinfachung der SVA-Beitragsvorschreibung

Wien (OTS/PWK) - (PWK1015) - "Österreich hat in einem wirtschaftlich schwierigen Jahr besonnen gehandelt und die Talfahrt der Konjunktur gemeinsam mit den heimischen Unternehmern deutlich abgemildert", zieht Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, eine positive wirtschaftspolitische Bilanz in Bezug auf das Jahr 2009. "Trotz einer schwierigen Ausgangslage konnte viel für die heimischen Betriebe erreicht werden", so Leitl, der vor allem die jeweils zwei Konjunktur- und Arbeitsmarktpakete als "wirtschaftpolitischen Vitaminschub" hervorhebt. Durch die Konjunkturpakete wurden auch Maßnahmen zur Sicherung der Unternehmensfinanzierung gesetzt, beispielsweise durch die Verbesserung von AWS-Förderungen für Klein- und Mittelbetriebe und die Schaffung eines ERP-Kleinkredit-programms. Mit den beiden Arbeitsmarktpaketen wurden etwa die Lohnnebenkosten für den ersten Mitarbeiter gesenkt, der Kombilohn Neu eingeführt und die Kurzarbeit attraktiver gestaltet. "Mit diesem umfangreichen Maßnahmenbündel, welches Regierung und Sozialpartner gemeinsam geschnürt haben, konnten in den vergangenen Monaten negative Auswirkungen der globalen Krise auf den heimischen Wirtschaftsstandort gemildert und ein Ausufern der Arbeitslosigkeit eingedämmt werden", ist Leitl überzeugt.

"Ab 1. Jänner 2010 werden Selbständige eine Art 13./14. Gehalt erhalten. Damit wird ein Schlussstrich unter die steuerliche Diskriminierung der Unternehmer gegenüber Unselbstständigen hinsichtlich des steuerbegünstigten Jahressechstels gezogen", begrüßt Leitl die Maßnahme der Steuerreform 2009 als Signal an die Leistungsträger. Für Unternehmer wird der Gewinnfreibetrag von derzeit 10 auf 13 Prozent angehoben, wobei bei Gewinnen bis zu 30.000 Euro der Freibetrag nicht an Investitionen gebunden ist.

Als weitere wesentliche Maßnahme nennt der WKÖ-Präsident die Entschärfung von BASEL II und Verbesserungen bei ERP-Kleinkreditprogrammen: "Zwei der wichtigsten Bedrohungen im Jahr 2010, eine Kreditklemme infolge von Basel II und erschwerte Finanzierungsbedingungen, konnten gebannt werden." So wird bei der Bonitätsbewertung im Rahmen von Basel II ab 2010 der gesamte Konjunkturzyklus in die Betrachtung miteinbezogen, nicht nur das Jahr 2009. Gleichzeitig wurden zentrale Verbesserungen im ERP-Programm beschlossen. So sind nunmehr geförderte Finanzierungen von 1.000 Euro bis 7,5 Mio. Euro möglich.

Darüber hinaus brachte das Jahr 2009 eine Anhebung der Buchführungsgrenze von 400.000 auf 700.000 Euro. "Die fast verdoppelte Umsatzschwelle bringt für tausende Kleinbetriebe eine spürbare Verwaltungsentlastung", begrüßt Leitl diese Maßnahme, die am 1. Jänner kommenden Jahres schlagend wird, ausdrücklich. Das bringt für Betriebe unter der angehobenen Grenze den Wegfall der doppelten Buchführung, die hohe Kosten verursacht hätte.

"Zu guter Letzt hat sich auch eine Vereinfachung der SVA-Beitragsvorschreibung gelohnt", freut sich Leitl über die Verbesserung bei der Berechnung der Versicherungsbeiträge für Selbstständige, die Mitte Dezember im Parlament beschlossen wurde und bereits mit 1. Jänner 2010 in Kraft tritt. Ein besonderes Problem haben Nachbemessungen bei den SVA-Beiträgen während des laufenden Kalenderjahres verursacht. Es konnte für manche Betriebe zu sehr hohen Nachzahlungen kommen und der Zeitpunkt dafür war nicht vorhersehbar. Nun weiß der Unternehmer zu Beginn eines jeden Jahres exakt die Höhe der zu zahlenden Beiträge. (AC)

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