Abbruch Wiener Südbahnhof ab Jänner

Bahnhofsareal und WIPARK Garage werden am 04. Jänner 2010 der Abbruchfirma übergeben, die hier bis Mitte 2010 rund 225.000 m3 Material abtragen wird.

Wien (OTS) - Seit Ende der Fünfziger Jahre kamen am Südbahnhof täglich zehntausende Fahrgäste der Süd- und der Ostbahn an. Mit Fahrplanwechsel am 13. Dezember wurde die gemeinsame Eingangshalle der beiden Kopfbahnhöfe gesperrt. Der Bahnhof Wien Meidling hat teilweise die Funktion des Südbahnhofes übernommen, die Provisorien haben ihren Betrieb aufgenommen. Im Jänner beginnen nun die Abbrucharbeiten - der Bahnhof macht Platz für das neue Stadtviertel des Gesamtprojektes Hauptbahnhof Wien. Das Gebäude des neuen Hauptbahnhofes rückt zum Südtiroler Platz.

Ab Anfang Jänner werden die alten Bahnhofsgebäude von Einrichtungsgegenständen und Müll geräumt. Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen, Fenster, Türen, Trennwände und Fassadenteile werden ausgebaut, bevor hydraulische Abbruchscheren das Betonskelett Geschoß für Geschoß abbrechen. Etwa 225.000m3 Material wird insgesamt abgetragen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2010.

Ca. 80.000m3 Betonabbruch wird am Areal eingesetzt:
Die sortenreine Trennung der gewonnenen Wertstoffe und die Aufbereitung der wiedereinbaufähigen Stoffe werden direkt im Areal vorgenommen. Der Abtransport des verwertbaren Bodenaushubmaterials erfolgt mit der Bahn. Rund 35 Prozent des Abtragmaterials, die Betonabbruchmassen, werden vorerst am Planungsgebiet auf eigenen Baumassenlogistikflächen zwischengelagert um dann in einer mobilen Brecher- und Siebanlage in einer Halle am Gelände zerkleinert und vor Ort für Schüttungen verwendet zu werden. Der Großteil des abzutragenden Materials sind rezyklierbare Wertstoffe wie Metalle, Holz und Glas, die in speziellen Anlagen wiederaufbereitet werden. Etwa ein Zehntel sind zu deponierende Stoffe, die in spezielle Deponien gebracht werden.

Die Herausforderung - der Abtrag der Bunkeranlage:
Der Abtrag der unterirdischen Bunkeranlage unter dem Ostbahnhof ist mit seinen bis zu drei Meter dicken Wänden eine Herausforderung und wird voraussichtlich im April gestartet. Um den Abtrag zu erleichtern, wird durch Schneiden des Stahlbetons die Bewehrung getrennt. Der Betonabtrag erfolgt dann mit fünf Tonnen schweren Abbruchhämmern.

Schutzmaßnahmen für Anrainer und Fahrgäste:
Um der möglichen Staub- und Lärmbelästigung für Anrainer und Fahrgäste vorzubeugen, setzt die Baufirma eine Reihe von Schutzmaßnahmen. So werden zum Beispiel Vernebelungsanlagen und Wasserverdüsung gegen Staubbelästigung installiert, die Brecheranlage ist eingehaust und es werden ausschließlich lärmarme, abgasgenormte Baumaschinen und Transportfahrzeuge eingesetzt. Bei der Baustellenzufahrt wird im Rahmen der Aus- und Einfahrtskontrolle eine mobile Reifenwaschanlage aufgestellt. Die Arbeiten werden unter größtmöglicher Rücksichtnahme für die Anrainer und Fahrgäste durchgeführt.

Provisorien - Südbahnhof (Ostbahn) und Südbahnhof (S-Bahn):
An der Ostseite des Südbahnhofes verkehren noch Züge. Dazu wurden die Bahnsteige um etwa 150 Meter verkürzt. Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember wurde der Betrieb am provisorischen Ostbahnhof an der Arsenalstraße aufgenommen. Hier ist der Halt für Züge der S60, S80 sowie für den Nah- und Regionalverkehr der Ostbahn. Die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien Meidling und Wien Floridsdorf ist während der gesamten Bauarbeiten in Betrieb. Die Station Südbahnhof (S-Bahn) hat provisorische Aufgänge im Schweizer Garten. Die Lifte der Station werden am 25. Jänner in Betrieb genommen.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/140

Rückfragen & Kontakt:

ÖBB-Holding AG Konzernkommunikation
Mag. Alexandra Kastner, Pressesprecherin,
Tel.: +43 1 93000 33617
alexandra.kastner@oebb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBB0001