AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: "Sozialstaat gerechter finanzieren"

Linz (OTS) - Schutz, Ausgleich, Stabilität - laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes ist auf den Sozialstaat Verlass. "Damit das so bleibt, muss die Finanzierung auf gerechtere Beine gestellt und nicht nur bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugelangt werden", sagt Dr. Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich.

In den letzten zehn Jahren sind Gewinn- und Vermögenseinkommen doppelt so schnell gewachsen (plus 78 Prozent) wie die Löhne (plus 39 Prozent). Beim Beitrag zur Finanzierung des Staatshaushaltes macht sich das aber nicht bemerkbar. Während Arbeit in Österreich mit 41 Prozent (inkl. Sozialausgaben) besteuert wird, müssen für Vermögen und Gewinne nur 26 Prozent abgeführt werden.

"Sozialer Zusammenhalt geht alle etwas an. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanzieren auch mit ihrer Steuerleistung die Rettung von Banken und Unternehmen. Da ist es wohl auch Vermögens-und Gewinneinkommensbeziehern, denen es gut geht zuzumuten, dass sie in schwierigen Zeiten einen entsprechenden Beitrag leisten.
Denn vom Sozialstaat profitieren auch sie", sagt Kalliauer.

Das zeigt sich etwa am Beispiel Gesundheit. Mehr als die Hälfte der Sozialausgaben in Österreich fließt in Gesundheitsleistungen (inkl. Pflegegeld, ohne Alterspensionen), die halbwegs gleichmäßig von allen Einkommensschichten in Anspruch genommen werden. "Das soll auch in Zukunft so bleiben. Fair ist das aber nur dann, wenn sich alle gleichmäßig an der Finanzierung dieser Leistungen beteiligen", so Kalliauer.

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