• 23.12.2009, 14:11:49
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Weiterer Ausbau der Barrierefreiheit von ORF-Programmen

ungsanteil für 2011 auf 55 Prozent, mehr Service für sehbehinderte Menschen

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs zwischen
Vertretern der österreichischen Behinderten- und Senioren-Verbände
und dem ORF wurde Einigung darüber erzielt, die Barrierefreiheit der
ORF-Programme schrittweise auszubauen.
Vertreter der Behinderten- und Senioren-Verbände waren: Dr. Klaus
Voget, Präsident der Österreichische Arbeitsgemeinschaft für
Rehabilitation; MAS Hedi Schnitzer, Geschäftsführerin des
Österreichischen Zivil-Invalidenverbands; Mag. Gerhard Höllerer,
Präsident des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes;
Mag. Dagmar Höllerer-Felder, ebenfalls vom ÖBSV; Mag. Irene Vogel,
Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft der Blinden- und Sehschwachen
Österreichs; Mag. Britta Wagner, ebenfalls von der Hilfsgemeinschaft
der Blinden- und Sehschwachen Österreichs; Andreas Wohlmuth, Beppo
Mauhart und Dr. Irmgard Bayer vom Österreichischen Seniorenrat; Mag.
Helene Jarmer, Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbunds; Ing.
Lukas Huber, Generalsekretär des ÖGLB; Willi Klaus Benesch,
Vizepräsident des Kriegsopfer- und Behindertenverbandes; Martin
Ladstätter vom Verein BIZEPS - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben,
und Mag. Johann Gibitz von der Behindertenanwaltschaft.
Für den ORF nahmen am Round-Table-Gespräch teil: ORF-Generaldirektor
Dr. Alexander Wrabetz, Humanitarian-Broadcasting-Leiterin Sissy
Mayerhoffer, Koordinator Peter Schöber, Hannes Märk vom
ORF-Gehörlosenservice und Mag. Gabriele Kletter von der
ORF-Untertitelung.

Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Die im Entwurf des neuen
ORF-Gesetzes in Aussicht gestellte Teilrefundierung der Entgelte aus
gebührenbefreiten Haushalten gibt uns die Möglichkeit, unsere
Bemühungen für hör- und sehbehinderte Menschen zu intensivieren und
massiv zu erweitern. Wir kommen damit unserem Anspruch, Programm für
alle anzubieten, einen großen Schritt näher. Barrierefreiheit
bedeutet großen Mehrwert. Ich freue mich, Menschen mit Behinderung
noch mehr ORF-Programme zugänglich machen zu können."

Services für hörbehinderte Menschen

Derzeit untertitelt der ORF rund 33 Prozent seines TV-Angebots in ORF
1 und ORF 2. Das ambitionierte Ziel ist nun, diesen Anteil bis Ende
2010 auf 45 Prozent zu steigern und bis Ende 2011 rund 55 Prozent zu
erreichen. Dem schrittweisen Ausbau der Untertitelung von Sendungen,
die bisher aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten nicht
unterteilt werden konnten - wie etwa Live-Sportereignisse und
Parlamentsübertragungen - wird entsprechende Priorität eingeräumt.
Der Status quo bei der Gebärdensprache ("ZiB", "Okidoki") wird
beibehalten, Neuerungen auf diesem Gebiet im ersten Quartal 2010
umgesetzt.

Services für sehbehinderte Menschen

Derzeit zeigt der ORF pro Monat bis zu fünf Spielfilme in
Audio-Kommentierung, einmal pro Woche eine Serienfolge im Hauptabend
und finanziert fünf Audio-Kommentierungen pro Jahr. Dieser Bereich
soll massiv ausgebaut werden: In den nächsten zwei Jahren will der
ORF rund 50 Serienfolgen ("Soko Kitzbühel", "Soko Donau",
"Winzerkönig") und rund zwölf eigenproduzierte Spielfilme in
Hörfilmfassung herstellen. Auch die Audio-Kommentierung bei
Sportereignissen - wie seit Herbst 2009 alle Heimspiele der
Nationalmannschaft - soll kontinuierlich erweitert werden. Bezüglich
der Fußball-WM in Südafrika 2010 prüft der ORF die Möglichkeit für
die Audio-Kommentierung.

Genereller Umgang mit dem Thema Behinderung in den
ORF-Programmangeboten

Der ORF hat sich in den vergangenen Jahren dem Thema Behinderung in
allen seinen Medien verstärkt angenommen. Um weiterhin Bewusstsein
bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu schaffen, wird der
Dialog mit den Interessenverbänden im Vordergrund stehen.

Rückfragehinweis:
ORF-Unternehmenskommunikation
Rudolf Fehrmann
(01) 87878 - DW 12765
[email protected]
http://presse.ORF.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/248

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