Weiterer Ausbau der Barrierefreiheit von ORF-Programmen

ungsanteil für 2011 auf 55 Prozent, mehr Service für sehbehinderte Menschen

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs zwischen Vertretern der österreichischen Behinderten- und Senioren-Verbände und dem ORF wurde Einigung darüber erzielt, die Barrierefreiheit der ORF-Programme schrittweise auszubauen.
Vertreter der Behinderten- und Senioren-Verbände waren: Dr. Klaus Voget, Präsident der Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation; MAS Hedi Schnitzer, Geschäftsführerin des Österreichischen Zivil-Invalidenverbands; Mag. Gerhard Höllerer, Präsident des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes; Mag. Dagmar Höllerer-Felder, ebenfalls vom ÖBSV; Mag. Irene Vogel, Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft der Blinden- und Sehschwachen Österreichs; Mag. Britta Wagner, ebenfalls von der Hilfsgemeinschaft der Blinden- und Sehschwachen Österreichs; Andreas Wohlmuth, Beppo Mauhart und Dr. Irmgard Bayer vom Österreichischen Seniorenrat; Mag. Helene Jarmer, Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbunds; Ing. Lukas Huber, Generalsekretär des ÖGLB; Willi Klaus Benesch, Vizepräsident des Kriegsopfer- und Behindertenverbandes; Martin Ladstätter vom Verein BIZEPS - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, und Mag. Johann Gibitz von der Behindertenanwaltschaft.
Für den ORF nahmen am Round-Table-Gespräch teil: ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Humanitarian-Broadcasting-Leiterin Sissy Mayerhoffer, Koordinator Peter Schöber, Hannes Märk vom ORF-Gehörlosenservice und Mag. Gabriele Kletter von der ORF-Untertitelung.

Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Die im Entwurf des neuen ORF-Gesetzes in Aussicht gestellte Teilrefundierung der Entgelte aus gebührenbefreiten Haushalten gibt uns die Möglichkeit, unsere Bemühungen für hör- und sehbehinderte Menschen zu intensivieren und massiv zu erweitern. Wir kommen damit unserem Anspruch, Programm für alle anzubieten, einen großen Schritt näher. Barrierefreiheit bedeutet großen Mehrwert. Ich freue mich, Menschen mit Behinderung noch mehr ORF-Programme zugänglich machen zu können."

Services für hörbehinderte Menschen

Derzeit untertitelt der ORF rund 33 Prozent seines TV-Angebots in ORF 1 und ORF 2. Das ambitionierte Ziel ist nun, diesen Anteil bis Ende 2010 auf 45 Prozent zu steigern und bis Ende 2011 rund 55 Prozent zu erreichen. Dem schrittweisen Ausbau der Untertitelung von Sendungen, die bisher aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten nicht unterteilt werden konnten - wie etwa Live-Sportereignisse und Parlamentsübertragungen - wird entsprechende Priorität eingeräumt. Der Status quo bei der Gebärdensprache ("ZiB", "Okidoki") wird beibehalten, Neuerungen auf diesem Gebiet im ersten Quartal 2010 umgesetzt.

Services für sehbehinderte Menschen

Derzeit zeigt der ORF pro Monat bis zu fünf Spielfilme in Audio-Kommentierung, einmal pro Woche eine Serienfolge im Hauptabend und finanziert fünf Audio-Kommentierungen pro Jahr. Dieser Bereich soll massiv ausgebaut werden: In den nächsten zwei Jahren will der ORF rund 50 Serienfolgen ("Soko Kitzbühel", "Soko Donau", "Winzerkönig") und rund zwölf eigenproduzierte Spielfilme in Hörfilmfassung herstellen. Auch die Audio-Kommentierung bei Sportereignissen - wie seit Herbst 2009 alle Heimspiele der Nationalmannschaft - soll kontinuierlich erweitert werden. Bezüglich der Fußball-WM in Südafrika 2010 prüft der ORF die Möglichkeit für die Audio-Kommentierung.

Genereller Umgang mit dem Thema Behinderung in den ORF-Programmangeboten

Der ORF hat sich in den vergangenen Jahren dem Thema Behinderung in allen seinen Medien verstärkt angenommen. Um weiterhin Bewusstsein bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu schaffen, wird der Dialog mit den Interessenverbänden im Vordergrund stehen.

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