Brosz: "ORF belegt Grünen-Vize bei 'Licht ins Dunkel' mit Auftrittsverbot"

Beschwerde beim Bundeskommunikationssenat wegen Verstoßes gegen das Objektivitätsgebot in Vorbereitung

Wien (OTS) - "Es ist inakzeptabel, dass die ORF-Führung die
Sendung 'Licht ins Dunkel' für parteipolitische Zwecke missbraucht," so der ORF-Sprecher der Grünen und geschäftsführende Parlamentarier, Dieter Brosz. Einen Tag vor der Sendung wurde die stellvertretende Bundessprecherin der Grünen, Maria Vassilakou, wieder ausgeladen. Als Begründung wurde die bevorstehende Wienwahl genannt. Dieses Argument ist schon deshalb nicht stichhaltig, weil Maria Vassilakou die amtierende Vertreterin von Eva Glawschnig ist, die Grünen bereits in den letzten Jahren wiederholt bei "Licht ins Dunkel" vertreten hat, so auch im Jahr 2004 vor der letzten Wiener Gemeinderatswahl. "Die Vorstellung, dass PolitikerInnen gerade "Licht ins Dunkel" für Wahlwerbung nützen würden ist an sich schon absurd," so Brosz.

"Es ist nicht nachvollziehbar, wenn der ORF die Bundesvorsitzenden der Parlamentsparteien einlädt und die gewählte Stellvertreterin mit einem Auftrittsverbot belegt. Dem Vorschlag des ORF, anstelle von Maria Vassilakou Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner einzuladen, werden die Grünen daher nicht folgen. Maria Vassilakou hat Eva Glawischnig, die sich über die Weihnachtsfeiertage ausschließlich ihrer Familie widmen wird, heuer sogar beim großen ORF-Sommergespräch der Parteichefs vertreten. Die ORF-Führung verstößt mit dieser Vorgangsweise massiv gegen das gesetzlich festgelegte Objektivitätsgebot. Eine Beschwerde der Grünen beim Bundeskommunikationssenat ist bereits in Vorbereitung," so Brosz.

"Der Ablauf der Ereignisse macht deutlich, dass Informationsdirektor Oberhauser hier entweder eigene parteipolitische Interessen verfolgt oder entsprechenden Interventionen nachgibt. Beides ist für uns inakzeptabel. Generaldirektor Wrabetz wäre aufgerufen gewesen, diesem Treiben Einhalt zu gebieten," so Brosz.

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