Korun zu Burka: Statt eigenem Aufenthaltsrecht für Migrantinnen kämpft Heinisch-Hosek gegen nicht-existente Burkaträgerinnen

Echte Probleme angehen statt herbeifantasierte Feindbilder bekämpfen!

Wien (OTS) - Frauen mit Migrationshintergrund erleben in vielen Bereichen Unterdrückung. "Statt ihre rechtliche Lage und Chancen zu verbessern, verheddert sich die Frauenministerin lieber in einem in Österreich nicht existenten Problem: nämlich der Burka", kommentiert die Integrationssprecherin der Grünen, Alev Korun, die Aussagen von Frauenministerin Heinisch-Hosek zu einem eventuellen Burkaverbot. Zudem: "Nicht alles, was gesellschaftlich nicht erwünscht ist, darf verboten werden. Die Grünen halten das Tragen einer Burka und anderer Vollgesichtsverschleierungen für frauen- und gesellschaftspolitisch nicht wünschenswert, ein Verbot ist aber der falsche Weg." Die Grünen halten etwa auch die vorsätzliche Körperverletzung des Gesichtszersäbelns von Burschenschaftern für unerwünscht, dennoch wird es nicht einfach verboten.

"Heinisch-Hosek ist hingegen mitverantwortlich, wenn Frauen unterdrückt werden. Seit Jahren fordern die Grünen ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen, um ihnen Unabhängigkeit von ihren Männern zu ermöglichen, doch die Frauenministerin tut bis heute nichts. Die Förderung von Migrantinnen-Hilfsstellen ist nach wie vor auf beschämendem Niveau. "Die Frauenministerin muss endlich konkrete Maßnahmen für die Emanzipation und Gleichberechtigung von Migrantinnen ergreifen, sonst macht sie sich völlig unglaubwürdig", fordert Korun Heinisch-Hosek auf, echte Probleme anzugehen statt herbeifantasierte Feindbilder zu bekämpfen.

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