Caritas fordert 4-Augen-Prinzip für optimale Pflegegeldeinstufung

Landau: "Pflegegeldeinstufung muss dringend verbessert werden"

Wien (OTS) - "Besonders bei demenzkranken Menschen ist die Praxis bei der Pflegegeldeinstufung zum Teil problematisch", kritisiert Caritasdirektor Michael Landau. Neben einer regelmäßigen Valorisierung und einer zusätzlichen Verbesserung bei der Pflegegeldeinstufung von demenzkranken Personen fordert die Caritas ein 4-Augen-Prinzip bei der Pflegegeldeinstufung. Die Caritas setzt sich dafür ein, dass künftig spezialisierte FachärztInnen gemeinsam mit diplomierten Pflegepersonen die Pflegegeldeinstufung vornehmen. Um die tatsächliche Situation des oder der Pflegebedürftigen korrekt zu erfassen, ist ergänzend unbedingt eine Beurteilung aus pflegerischer Sicht notwendig.

Im Mittelpunkt der Hilfe muss immer der unterstützte Mensch stehen, ist Landau überzeugt: "Betreuende und pflegende Angehörige haben unterschiedliche Bedürfnisse und hier ist klar: individuelle Bedürfnisse brauchen individuelle Lösungen." Vor allem die pflegenden Angehörigen, immerhin der "größte Pflegedienst Österreichs", brauchen dringend Unterstützung, fordert Landau: "Rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden von Angehörigen gepflegt. Wir dürfen diese Menschen, die wirklich Großes leisten, mit ihren Sorgen nicht alleine lassen. Um ihnen den Rücken zu stärken, ist ein Ausbau vielseitiger, flexibler und kostengünstiger Beratungs-, Unterstützungs- und Entlastungsangebote zur Unterstützung der Angehörigen, speziell von demenzkranken Menschen, dringend geboten."

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