Au-pairs: neuer Mindestlohntarif für 2010

vida: Kosten für Kinderbetreuungskurs muss Arbeitgeber zahlen

Wien (OTS) - (vida/ÖGB). Mit Jahresanfang 2010 tritt ein neuer Mindestlohntarif für Au-pairs in Kraft. Das im Sozialministerium angesiedelte Bundeseinigungsamt hat dem entsprechenden Antrag der Gewerkschaft vida zugestimmt. Der monatliche Mindestlohn für maximal 20 Wochenstunden Arbeitszeit inklusive Arbeitsbereitschaft wird mit 1. Jänner 2010 auf 366,33 Euro angehoben. Wie bisher muss die Gastfamilie auch Wohnung und Verpflegung bereitstellen.++++

Klargestellt wurde in dem Mindestlohntarif auf Initiative der Gewerkschaft vida, dass Kurse zur pädagogischen Qualifizierung, deren Besuch die Gastfamilie vom Au-pair verlangt, auch von der Gastfamilie zu bezahlen sind. Seit heuer kann man die Kosten für Kinderbetreuung durch Au-pairs steuerlich absetzen, sofern die Au-pair-Kraft einen Babysitterkurs absolviert hat. "Manche Arbeitgeber bzw Gastfamilien wollten die Kosten für diesen Kurs auf das Au-pair abwälzen, obwohl sie es sind, die von der neuen Regelung zur steuerlichen Absetzbarkeit profitieren", sagt Guglberger.

Seit 2009 gibt es einen bundesweit einheitlichen Mindestlohntarif für Au-pairs. Gemäß dem Hausgehilfen- und Hausangestelltengesetz haben Au-pairs Anspruch auf 15 Monatsentgelte im Jahr. Der Mindestlohn in Höhe von 366,33 Euro entspricht der Geringfügigkeitsgrenze für das Jahr 2010. Au-pairs, deren Arbeitsverhältnis diese Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet, sind laut einer Sonderregelung in der Sozialversicherung nur unfallversichert. Die volle freie Verpflegung und Unterkunft sowie die Beiträge, welche die Gastgeberfamilie für den privaten Krankenversicherungsschutz und den Deutschkurs des Au-pairs aufwendet, werden nicht zum Entgelt gerechnet. Wird die Geringfügigkeitsgrenze aufgrund einer höheren Wochenarbeitszeit überschritten, fällt der/die Beschäftigte nicht mehr unter die angeführten Sonderbestimmungen. Das Beschäftigungsverhältnis ist in diesem Fall voll sozialversicherungspflichtig, die Entlohnung richtet sich nach dem Mindestlohntarif für Au-pairs in der entsprechenden Höhe.

ÖGB, 23. Dezember 2009 Nr. 778

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