Hundstorfer: Banken übernehmen mehr soziale Verantwortung

Banken bieten verstärkt spezielle Haben-Konten für Menschen mit schlechter Bonität

Wien (OTS/BMASK) - Rechtzeitig vor dem von der EU ausgerufenen
Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung greifen die ersten Initiativen österreichischer Banken auch Menschen mit schlechter Bonität ein Girokonto zur Verfügung zu stellen. Sowohl die BAWAG, die soeben Bilanz über ihr "neues Chance Konto" gezogen hat, als auch die "Erste Bank Stiftung" mit der "Zweiten Sparkasse", können auf beeindruckende Zahlen verweisen, was den Bedarf nach diesen Produkten betrifft.
"Ein großer Fortschritt für verschuldete Menschen und eine gute Gelegenheit für Banken im unmittelbaren Umkreis, wo es wirklich gebraucht wird, soziales Engagement zu zeigen", sagte Konsumentenschutzminister Hundstorfer über die sozialen Initiativen der Banken.

Menschen ohne Girokonto müssen für jede Bareinzahlung gesondert zahlen. Die neuen Sozialkonten ermöglichen ihnen nun Überweisungen in Auftrag zu geben und Daueraufträge zu erteilen, wodurch eine durchschnittliche Ersparnis von 25 Euro pro Monat gegeben ist. Damit keine Sollzinsen auflaufen, werden diese Konten nur auf Haben-Basis geführt.

Während die BAWAG ihr Produkt in allen Filialen anbietet, hat die "Zweite Bank" Filialen in Wien, Innsbruck, Salzburg, Graz und Klagenfurt gegründet. In Niederösterreich, Oberösterreich und im Burgenland ist die Zweite Sparkasse in den Filialen der regionalen Sparkassen präsent.

"Ich sehe diese Konten als ersten Schritt gegen soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung und hoffe, dass sich diese Tendenz bei weiteren heimischen Banken fortsetzen würde. Auch eine Verbreiterung der Produktpalette wäre sinnvoll. Beispielsweise könnten Mikrokredite zu günstigen Zinssätzen auch in Österreich als Überbrückungshilfe in besonderen Fällen dienen", skizziert Hundstorfer abschließend seine Vorstellungen.

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