Der große Kapitän wollte nicht steuern (von Markus Kaufmann)

Ausagbe 23. Dez. 2009

Klagenfurt (OTS) - Regelrecht geschwärmt hat die Kärntner Politik von dem Spitalsmanager Rolf Eibe Hinrichs. Er sei eine ausgeglichene Persönlichkeit, ein Brückenbauer und ein Kapitän, der ein Schiff (die Kabeg) auch bei hoher See ruhig lenken kann.

Die Vorschusslorbeeren für Hinrichs waren aber offenbar etwas zu viel des Guten. Fünf Minuten vor der gestrigen Aufsichtsratssitzung sagte der Deutsche nämlich ab. Er hätte woanders unterschrieben, so die offizielle Begründung.

Vielleicht waren es aber auch die politischen Turbulenzen bei BZÖ und FPK. Immerhin ist der Kabeg-Aufsichtsrat ein rein politisch besetzter, was die Arbeit als Vorstand nicht gerade leichter macht. Auch die Bezahlung könnte der Grund für den Rückzieher sein. Hinrichs hätte nicht mehr verdienen dürfen als ein Landesrat (173.809 Euro brutto im Jahr). In anderen Klinikverbänden soll die Gage weit höher sein. Was auch immer der Grund war, die Suche nach einem geeigneten Kabeg-Chef wird immer mehr zur peinlichen Polit-Posse.

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