Neues Volksblatt: "Hackler" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 23. Dezember 2009

Linz (OTS) - Die Hacklerregelung, wie die abschlagsfreie Pension
mit 40 (Frauen) und 45 (Männer) Versicherungsjahren ab dem 60. Lebensjahr genannt wird, hat mit echten Hacklern nichts zu tun. Höchstens entstehungsgeschichtlich, denn ursprünglich war die Regelung wirklich nur für Hackler gedacht; also für jene, die ihr Leben lang Schwerarbeit verrichtet haben. Weil das aber nicht einzugrenzen war, wurde die Hacklerregelung für alle zugänglich gemacht - mit den bekannten Finanzierungsproblemen. Jetzt kiefeln Experten und Politiker an der Reparatur. Sozialminister Rudolf Hundstorfer, der bis Jahresende ein Konzept für die Zeit nach Auslaufen der Hacklerregelung im Jahr 2013 vorlegen sollte, ist statt mit einem fertigen Konzept mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten, die Pension für Langzeitversicherte erst ab 62 zu ermöglichen.
Die Reaktionen sind unterschiedlich, doch eines ist - fast - allen klar: Diese Hacklerregelung ist angesichts der Bevölkerungsentwicklung auf Dauer nicht finanzierbar. Nur der oö. AK-Präsident Johann Kalliauer hat gestern verlangt, die Hacklerregelung als Dauerregelung einzuführen. Aber das muss man verstehen, denn bis vor nicht allzu langer Zeit war es in der SPÖ Oberösterreich Pflicht, gegen alles zu sein, was nicht den allgemeinen Beifall garantiert.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/438

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001