Feldkircher Bischof Fischer nimmt Partei für Bischof Kräutler

Vorarlberger Bischof nimmt zu Kritiken an dem austro-brasilianischen Bischof Stellung - "Kräutler ist ein treuer Zeuge des Evangeliums"

Felddkirch-Manaus, 22.12.2009 (KAP) Der Feldkircher Diözesanbischof Elmar Fischer hat am Dienstag Kritik an dem aus Vorarlberg stammenden austro-brasilianischen Bischof Erwin Kräutler zurückgewiesen und sich an die Seite seines Amtsbruders gestellt. Bischof Kräutler ergreife seit jeher Partei für die "Ärmsten der Armen". In einer Situation großer gesellschaftlicher Ungerechtigkeit sei er damit "ein treuer Zeuge des Evangeliums Jesu Christi". Wörtlich meinte Bischof Fischer: "Jesus war immer und in jeder Situation parteiisch für die Schwächeren".

Nun werde Bischof Kräutler kritisiert, weil er "verantwortlich" sei für Verzögerungen beim Bau eines Staudamms, der die Lebensgrundlage von vielen Menschen am Rio Xingu zerstören würde und gravierende negative ökologische Auswirkungen hätte. Diese Kritik sei der Auswuchs eines Denkens, "das das Wohl der Menschen gänzlich aus dem Blick verloren hat", stellte Bischof Fischer fest: "Wir müssen uns fragen, besonders jetzt zur Weihnachtszeit, ob Materialismus und Gewinnmaximierung jeden Preis rechtfertigen".

(forts mgl)
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