Bundeskanzler Faymann zur Einigung über Fonds für jüdische Friedhöfe

20 Millionen Euro vom Bund für die kommenden 20 Jahre

Wien (OTS) - "Es war eine Frage der Verantwortung Österreichs, des Respekts vor der Geschichte, vor den jüdischen Mitbürgerinnen Mitbürgern und auch vor dem kulturhistorischen Erbe dieses Landes", sagt Bundeskanzler Werner Faymann zur jetzt erzielten Einigung über die Dotierung eines Fonds durch die Republik Österreich, mit dessen Hilfe die jüdischen Friedhöfe saniert werden. "Es wäre nicht vertretbar gewesen, die Entscheidung noch länger aufzuschieben."

Auf Einladung des Bundeskanzlers trafen am Montagabend der Vizekanzler, die Landeshauptleute von Wien und Niederösterreich sowie der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde zu einem Gipfelgespräch im Bundeskanzleramt zusammen, um einen wichtigen offenen Punkt des im Jänner 2001 unterzeichneten "Washingtoner Abkommens" (Vertrag zur Entschädigung der jüdischen Bevölkerung in Österreich) zu behandeln.

Vereinbart wurde dabei die Schaffung eines Fonds, den der Bund pro Jahr mit je einer Million Euro dotiert, und zwar über die kommenden 20 Jahre. Den Rest der anstehenden Sanierungskosten für jüdische Grabstätten in Österreich - ca. 20 Mio. Euro - organisiert die Kultusgemeinde über Spenden.

"Damit wurde nach neun Jahren Diskussion ein gutes Ergebnis erzielt, mit dem alle Beteiligten große Verantwortung bewiesen haben", so Bundeskanzler Faymann.

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