PhysiotherapeutInnen warnen vor dubiosen Therapieangeboten bei verschobenen Halswirbeln

Wien (OTS) - Die so genannte "Atlasprofilax-Methode", die immer wieder von gewerbli-chen, nicht medizinisch befähigten Kräften zur Korrektur des vermeint-lich verschobenen oder ausgerenkten ersten Halswirbels (Atlas) angebo-ten wird, birgt für die KonsumentInnen ein erhebliches Gesundheitsrisi-ko. Dies wurde nun auch in einem Urteil des Wiener Handelsgerichts in 1. Instanz festgestellt.

Anlass war die Klage des Berufsverbandes der PhysiotherapeutInnen Öster-reichs, Physio Austria, gegen eine selbstständige "Energetikerin", die "At-lasprofilax-Anwendungen" mit Hilfe eines elektrischen Vibrationsmassagegerätes anbot und durchführte.

Laut medizinischem Gutachten, das im Zuge des Prozesses eingeholt wurde, handelt es sich dabei allerdings nicht um eine - wie die Bezeichnung vermuten lässt - Vorsorge- (Prophylaxe-) Methode, sondern um eine Krankenbehandlung, die "ohne vorherige Röntgenuntersuchung, Sicherheitstests und Hinterfragen eventueller Kontraindikationen ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko" für die Behandelten darstellt. Eine solche Behandlung ist nach umfassender medi-zinischer Abklärung daher ÄrztInnen und nach deren Anordnung Physiothera-peutInnen vorbehalten und nur von diesen vorzunehmen, warnt Physio Austria.

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