Schatz: Regierung muss Geld für bessere Entlohnung Sozialer Arbeit bereitstellen

Faymann und Hundstorfer stehlen sich weiter aus der Verantwortung bei Gehaltsverhandlungen im Gesundheits- und Sozialbereich

Wien (OTS) - "Bundeskanzler Faymann und Sozialminister Hundstorfer sind aufgefordert nicht nur in ihren Reden bessere Arbeits- und Entlohnungsbedingungen im Sozialbereich zu fordern, sondern dafür zu sorgen, dass die Mittel dafür zur Verfügung stehen", fordert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, angesichts der stockenden KV- Verhandlungen bei den Gesundheits- und Sozialberufen.

Die jetzigen Schwierigkeiten zeigen deutlich, wie verworren die Lage im Sozialbereich sei und welche massiven strukturellen Defizite der sogenannte BAGS-Kollektivvertrag hat. Denn statt der Berufsvereinigung für Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialbereich (BAGS) wäre eigentlich die öffentliche Hand als Subventionsgeber der richtige Verhandlungspartner für die Gewerkschaft. "Wenn die öffentlichen Geldgeber den Trägerorganisationen eins zu eins die Personalkosten vorschreiben und vielleicht noch zynisch ergänzen ?wenn ihr mehr zahlen wollt, müsst ihr das Geld woanders auftreiben?, dann wird klar, wer die eigentlich Verantwortlichen für die schlechten Lohn- und Gehaltssituationen im Gesundheits- und Sozialbereich sind - die Regierung", so Schatz.

"Es ist nicht einzusehen, dass die für die Gesellschaft so wichtige Sozialarbeit zu den schlechtest bezahlten Branchen überhaupt gehört. Im Schnitt verdienen dort Beschäftigte um 20% weniger als in anderen Branchen, was zu mittleren Bruttoeinkommen von rund 1.500,- Euro führt", erläutert Schatz und weiter: "Diese Arbeit ist extrem intensiv, verlangt eine gute Ausbildung und wird aber bei weitem nicht adäquat entlohnt. Da verwundert es nicht, dass kaum jemand länger als nötig in der Sozialen Arbeit bleibt. Permanente Personalwechsel und ständige Personalknappheit sind die Folge. Die Trägerorganisationen und ihre Beschäftigten kämpfen mit einem unlösbaren Dilemma, solange die Regierung ihre Verantwortung nicht wahrnimmt und keine faire Rahmenbedingungen ermöglicht."

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