40/45 Jahre müssen genügen: Pensionszugänge jetzt nicht erschweren!

Linz (OTS) - Mit Skepsis reagiert AK-Präsident Dr. Johann
Kalliauer auf das Vorhaben von Sozialminister Hundstorfer, die Pension für Langzeitversicherte ("Hacklerpension") künftig erst ab 62 zu ermöglichen: "In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit dürfen die Pensionszugänge nicht noch weiter erschwert werden. Das macht den Menschen nur Angst", so Kalliauer und verweist in diesem Zusammenhang auf die drastischen Zuwächse bei den Arbeitslosen über 50.

40 Versicherungsjahre für Frauen und 45 Versicherungsjahre bei Männern müssen genügen, um abschlagsfrei in Pension gehen zu können! Darin sind sich alle Fraktionen in der Arbeiterkammer Oberösterreich einig. Ein entsprechender Antrag mit der Forderung, die Langzeitversichertenpension - auch bekannt unter "Hacklerregelung" -als Dauerregelung einzuführen, wurde bei der letzten Vollversammlung im November einstimmig angenommen.

Nicht zuletzt aufgrund der durchaus alarmierenden Arbeitslosenzahlen macht es aus Sicht der AK Oberösterreich keinerlei Sinn, den Pensionszugang zu erschweren: Im November dieses Jahres waren in Oberösterreich 5.160 Menschen über 50 arbeitslos -Schulungsteilnehmer noch nicht mitgezählt. Das ist ein Anstieg um 40,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Männern beträgt der Anstieg sogar 48,9 Prozent.

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert: "Schluss mit der ständigen Verunsicherung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land. Solange es die Jobs für die Älteren nicht gibt, ist es unverantwortlich, über längere Erwerbstätigkeit zu diskutieren."

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