FPÖ-Kitzmüller: Studie "Generations and Gender Survey (GGS) 2008/2009" lässt familienpolitischen Handlungsbedarf erkennen

Vor allem mittelständische Familien müssen entlastet werden

Wien (OTS) - "Die umfangreiche Studie "Generations and Gender
Survey (GGS) 2008/2009", die vom "Vienna Institute of Demography" (VID) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem "Österreichischen Institut für Familienforschung" (ÖIF) der Universität Wien gemeinsam durchgeführt wurde, zeigt, dass es familienpolitischer Adaptierungen bedarf, um endlich zu einer geburtenorientierten Familienpolitik zu gelangen, die die dramatische demografische Entwicklung zumindest abschwächen kann", äußert FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller.

Der Kinderwunsch dürfte vor allem bei Jungen vorhanden sein. "Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, die diesen Kinderwunsch auch leichter realisierbar machen", so Kitzmüller. Eine weitere Erkenntnis aus der Studie sei die, dass der Kinderwunsch vor allem bei schon vorhandenen Kindern sowie beim klassischen Mittelstand massiv abnehme.

"Ein Grund dafür dürfte die kaum vorhandene steuerliche Berücksichtigung von Kinderkosten sein, die es den mittelständischen Familien unter realistischen Verhältnissen geradezu verunmöglicht, mehreren Kindern eine adäquate Ausbildung zukommen zu lassen. Die Familienbeihilfe ist nur bei Nicht-, und Niedrigeinkommen eine Transferleistung, die das Familienleben erleichtert. Bei mittleren und höheren Einkommen macht sie nicht einmal die zu Unrecht einbehaltene Einkommensteuer auf den Kindesunterhalt wett", hält die freiheitliche Familiensprecherin fest. Dies sei eine Situation, die die Realisierung eines Mehr-Kinderwunsches als zumindest fahrlässig erscheinen lasse. "Die Familien spüren das massiv. Dies ist auch der Grund, warum der Wunsch nach dritten oder vierten Kindern im Mittelstand massiv zurück geht."

Kinderlosen Haushalten gehe es hingegen in Österreich überdurchschnittlich gut, so Kitzmüller. Nachdem Kinderlosigkeit in der Altersversorgung (Pension) nur Vorteile, gleichzeitig etwa im Steuersystem keine Nachteile mit sich bringe, sei Österreich - wie schon das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung herausgefunden habe - das Land mit dem höchsten Anteil an wunschgemäß kinderlosen Frauen in Europa." Denn die Pension wird Kinderlosen ab dem ersten Tag ausschließlich von fremden Kindern bezahlt, während die Mütter dieser Kinder mit Niedrigstpensionen abgespeist werden."

Die "Scheidungsindustrie", an der sich vor allem Frauenorganisationen und -beratungsstellen, Anwälte und Sachverständige "ein goldenes Näschen verdienen", tue das ihre zur derzeitigen trostlosen Situation von Familien, unter der insbesondere die Kinder schwer zu leiden hätten, beanstandet Kitzmüller. "Wir wissen, dass es bei Scheidungskindern, Schlüsselkindern und ganztägig betreuten Kleinkindern, die von den Eltern nur noch geweckt und niedergelegt werden, zu größten Problemen im Jugend- und Erwachsenenalter kommen kann. Gemeinsame Zeit, Gespräche und Geborgenheit sind der Schlüssel zur positiven Entwicklung von Kindern!"

"Gerade die Weihnachtszeit wäre für so manche Herrschaften auf der Regierungsbank die richtige Zeit, sich weniger über Gender-Mainstreaming, Ganztagsbetreuung, LesBiSchwule oder die Pille danach Gedanken zu machen sondern die Lebensrealität der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, nämlich die Familie in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen zu rücken", betont Kitzmüller. Einkehr zur Umkehr in der Familienpolitik werde jedoch leider bei diesen Herrschaften nicht unterm Christbaum zu finden sein. Sie hält abschließend fest: "Ich wünsche allen österreichischen Familien besinnliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2010."

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