Grüne Wien für Obdachlose: Stadt Wien reagiert zu zaghaft

Nach Audimax-Räumung: Nur 15 Obdachlose findet den Weg zu Notschlafstellen

Wien (OTS) - "Nach Tagen der klirrenden Kälte und der Räumung des Audimax reagiert nun die Stadt Wien, aber leider zu zaghaft: Nur 40 weitere Notschlafbetten wurden bereitgestellt, obwohl rund 80 Obdachlose in der Uni Unterschlupf gefunden hatten. Es müssen sofort weitere Schlafstellen geschaffen werden, indem die bereits bestehenden Obdachloseneinrichtungen vergrößert werden. Ein Anfang für eine nachhaltige Lösung des Obdachlosenproblems muss gemacht werden", so die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Heidi Cammerlander.

"Die anstehenden Probleme sind durch eine bloße Erweiterung der Kapazitäten der bestehenden Einrichtungen jedoch nicht zu bewältigen. Hierfür ist vor allem eine Umgestaltung des §7a des Wiener Sozialhilfegesetzes erforderlich. Diese Gesetzesbestimmung nimmt einen großen Anteil der Unterstandslosen - betroffen sind vor allem Bürger und Bürgerinnen der neuen EU-Staaten und Menschen aus Drittstaaten - aus der Anspruchsberechtigung aus. Ein Gutteil dieser Personengruppe, die nirgendwo sonst hatte Hilfe finden können, war im Audimax gestrandet", so Cammerlander.

"Die Wiener Grünen werden bei der nächsten Landtagssitzung einen Antrag einbringen, der den §7a des Wiener Sozialhilfegesetzes, welcher die Zielgruppe für Anspruchsberechtigte beinhaltet, korrigiert. Es kann nicht sein, dass BürgerInnen aus den neuen EU-Staaten, sowie Menschen aus Drittstaaten kein Recht auf einen Notschlafplatz haben. Es ist für eine so reiche Stadt wie Wien beschämend, dass wir Menschen ohne Dach überm Kopf ihrem Schicksal überlassen", so Cammerlander.

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