ÖH Innsbruck: Rektor Töchterle erkauft überteuerten Weihnachtsfrieden

Wien (OTS) - Anlässlich der am Wochenende erfolgten Auflösung der Besetzung der SoWi Aula und eines gestern statt gefundenen Gespräches zwischen Rektor und ÖH-Exekutive zeigt sich ÖH-Vorsitzender Florian Ritter (AktionsGemeinschaft) entsetzt: "Rektor Töchterle verkauft das Ende der SoWi Aula Besetzung als Erfolg. Dieser Erfolg ist jedoch teuer erkauft. Permanente Räumlichkeiten, Finanzierung von weltfremden alternativen Lehrveranstaltungen und Workshops und noch einige Geschenke mehr gab's zum Abschied einer von Anfang an rechtswidrigen Besetzung", so Ritter verärgert.

Da die Mittel der Universität nicht ausreichten, hat die ÖH Innsbruck in den letzten 4 Semestern 15.000 zusätzliche Lehrveranstaltungsplätze finanziert. Den Studierenden sollte so eine Studienzeitverzögerung erspart bleiben. Ritter: "Die Studierenden fragen sich nun zurecht, warum für ihre dringend benötigten Pflichtlehrveranstaltungen kein Geld zur Verfügung steht, für irgendwelche nicht einmal im Studienplan vorgesehene Workshops jedoch schon." Den DekanInnen der betroffenen Fakultäten schlägt der ÖH-Vorsitzende ironisch vor, bei Bedarf Räumlichkeiten zu besetzen, denn damit renne man beim Rektor offene Türen ein.

Auch Iris Streibl (AktionsGemeinschaft), 1. stv. Vorsitzende der ÖH Innsbruck, zeigt sich erzürnt: "Seit Jahren versuchen gewählte Studierendenvertretungen und Studierende Räumlichkeiten im Bereich GeiWi von der Uni zu bekommen, bisher sah das Rektorat jedoch keinen Bedarf. Dass man für gesetzlose BesetzerInnen nun im Eilverfahren welche gefunden hat, brüskiert den Großteil der Studierenden, die sich nach wie vor gegen die Besetzung aussprechen."

Auch in Richtung BesetzerInnen findet die ÖH Innsbruck mahnende Worte, sich nicht mit fremden Federn zu schmücken. "Wir fordern seit Bekanntwerden der Problematik eine Ausweitung der Übergangsfristen für Diplomstudierende und haben bereits im Vorfeld äußerst positive Gespräche mit der Unileitung geführt. Gemeinsam wird nun an einer Lösung gearbeitet. Dies jetzt als Erfolg der BesetzerInnen zu verkaufen, nur damit man irgendetwas vorweisen kann, ist den Studierenden gegenüber nicht ehrlich," zeigt sich Florian Kahn (AktionsGemeinschaft), 2. stv. Vorsitzender, empört.

"Die Besetzung stand kurz vor dem Ende, und das auch ohne großzügige Geschenke auf Kosten der Mehrheit der Studierenden. Die jüngst erfolgte Auflösung der Audimax-Besetzung, welche das Epizentrum der Bewegung war, beweist dies. Die von Rektor Töchterle gemachten vorweihnachtlichen Geschenke sorgen damit umso mehr für Kopfschütteln unter der Studierendenschaft," schließt Ritter.

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