Gewerkschaft lehnt für den Sozialbereich einen Abschluss über dem Öffentlichen Dienst ab - BAGS weiterhin verhandlungsbereit

Verhandlungen für den BAGS Kollektivvertrag 2010 abermals unterbrochen

Wien (OTS) - "Unter diesen wirtschaftlichen Bedingungen, den
knappen öffentlichen Mitteln und den Restriktionen der öffentlichen Haushalte hat die BAGS ein angemessenes Gehaltsangebot vorgelegt", unterstreicht Wolfgang Gruber, Verhandlungsführer und Vorstandsvorsitzender der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS).

Die BAGS kann nicht nachvollziehen, warum die Abgeltung über der Inflationsrate von 0,7 % sowie eine Kaufkraftstärkung von plus 0,4 % von den Gewerkschaften nicht akzeptiert wird. Dieses Angebot liegt sowohl über dem Gehaltsabschluss des Öffentlichen Dienstes, als auch des Kollektivvertrages für die Bediensteten des Arbeitsmarktservices.

"Auf ArbeitgeberInnenseite entstand im Laufe der Verhandlungen der Eindruck, als würde die ArbeitnehmerInnenvertretung nicht ernsthaft auf einen Abschluss der Verhandlungen, sondern auf einen Arbeitskonflikt abzielen. Darauf deutet auch hin, dass bereits im November Protestmaßnahmen auf Gewerkschaftsseite feststanden", bezieht Walter Marschitz, stellvertretender Vorsitzender und Fachgruppenvorsitzender der BAGS, Stellung.

Die BAGS bedauert als ArbeitgeberInnenvertretung sehr, dass die Verhandlungen zu keinem positiven Abschluss gebracht werden konnten. Es werden seitens der ArbeitgeberInnen der Sozialwirtschaft weiterhin alle Anstrengungen unternommen, die unterbrochenen Verhandlungen im Sinne eines gemeinsamen und konstruktiven
Ergebnisses raschest fortzusetzen. Eine nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. Jänner 2010 geplant.

Die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) wurde im Bestreben, gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche Tätigkeiten in ein und derselben Branche zu schaffen, im Februar 1997 mit freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Sie verhandelte in der Folge mit den Fachgewerkschaften GPA-djp und
vida einen bundesweiten Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheitsund Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit, der Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der Arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen. Mit der Satzung
des BAGS Kollektivertrages unterliegen mehr als 75.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen diesem Kollektivvertrag.

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Generalsekretariat der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für
Gesundheits- & Sozialberufe (BAGS)
Mag.a Maria Lenglachner
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maria.lenglachner@bags-kv.at

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