Wiener Naschmarkt: Betrug mit Ekelfleisch aus der Stopfmast

VIER PFOTEN protestiert gegen Verbrauchertäuschung mit Fleisch aus Tierquälerei

Wien (OTS) - Auf dem Wiener Naschmarkt werden an mehreren Ständen immer noch Fleischbestände aus tierquälerischer Stopfmasthaltung verkauft. VIER PFOTEN begab sich in den vergangenen Tagen auf Recherchetour:

Am Stand der Firma Gockelhahn erhielten die Lockvögel von VIER PFOTEN auf die Frage nach der Herkunft der Gänsekeulen die Anwort, diese stammten aus österreichischer Freilandhaltung. Doch sowohl der Stempel als auch das Fleisch selbst geben eine andere Antwort: Auf einer der Packungen befand sich ein EWG Kontrollstempel, demzufolge das Fleisch aus der ungarischen Stopfmastproduktion "Holla Baromfi" stammt. Die Keulen waren außerdem von grauen Sprossen durchzogen -für den Experten ein eindeutiger Hinweis auf Graugänse. In Ungarn werden Graugänse nur noch für die Stopfmast gezüchtet. Die Firma Gockelhahn gab an, das Fleisch von dem Wiener Großhändler KORNFEIND als Fleisch aus Freilandhaltung von gesunden Tieren erhalten zu haben. Der Chef des Marktstandes Gockelhahn betont, er wolle das Fleisch weiterhin als Freilandhaltung anpreisen. VIER PFOTEN wird Betrugsanzeige erstatten.

Auch am nächsten Marktstand findet das Team von VIER PFOTEN Fettkeulen aus Ungarn. Fleisch, das in Ungarn für 80 Cent den Besitzer wechselt, geht hier für stolze 24 Euro an den Endverbraucher. Marcus Müller, Kampagnenleiter von VIER PFOTEN, betont: "Das sind Gewinne, wie sie normalerweise nur bei kriminellen Machenschaften möglich sind! Es ist Zeit, dass diesen "Dealern" für krankes Fleisch endgültig das Handwerk gelegt wird!"

Naschmarkt kein Einzelfall

Auch auf dem Wiener Fleischmarkt F-EINS wurden Kontrolleure von VIER PFOTEN sofort fündig. Dort häuft sich bei den Firmen Vogler und Wiesbauer das Fleisch aus Tierquälerei. "Wir haben an einem einzigen Tag Fleisch von den TOP 10 der Stopfmast-Firmen entdeckt. Nirgends wird das Fleisch der kranken Gänse und Enten so hemmungslos verkauft wie auf Fleisch- und Bauernmärkten," sagt Marcus Müller. Viele der Keulen, die nachweislich aus Ungarn stammen, tragen sogar das Gütesiegel "Qualität aus Österreich".

VIER PFOTEN fordert ein sofortiges Ende des Handels mit Stopffleisch auf den Märkten. "Es kann nicht sein, dass man die strengen österreichischen Tierschutzgesetze auf diese Art mit Füssen tritt. Stopfmast ist in Österreich strafbare Tierquälerei, in Ungarn aber legal." Besonders auf Märkten in öffentlicher Hand sollten österreichische Gesetze werden.

Der Kunde sollte zudem darauf achten, kein Fleisch zu kaufen, auf dem graue Punkte zu erkennen sind. Bei verpacktem Fleisch mit EWG Kontrollstempel hilft ein Blick auf die "Schwarze Liste" von VIER PFOTEN - dort finden sich die tierquälerischen Firmen
(http://www.ots.at/redirect/vierpfoten)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Nunu Kaller
Press Office Austria
Tel: +43-1-545 50 20-66
Mobile: +43 664 308 63 03
Fax: +43 1 545 50 20-99
nunu.kaller@vier-pfoten.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPF0001