WKÖ-Schwarzer: Zweiteilung der Welt in Sachen CO2-Restriktionen muss überwunden werden

Enttäuschendes Ergebnis der Klimakonferenz in Kopenhagen - Vorreiterrolle der EU offenbar nicht hilfreich für globales Abkommen

Wien (OTS/PWK) - (PWK1004) - Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz sind nach Ansicht der Wirtschaftskammer Österreich enttäuschend. Der Versuch, eine neue Architektur eines globalen Klimaschutzabkommens zu beschließen, ist fehlgeschlagen. Mit der einseitigen, vorweg bereits gemeinschaftsrechtlich festgeschriebenen Zusage, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken, blieb die Europäische Union allein. Weder China (weltweit größter Verursacher von klimaschädlichem Kohlendioxid-Ausstoß) noch die USA (zweitgrößter Emittent) waren bereit, annähernd vergleichbare Restriktionen auf sich zu nehmen.

"Die Strategie, die anderen großen Player durch Vorleistungen an Bord zu bekommen, ist daneben gegangen", sagt Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Die Europäische Union hat damit der von ihr angestrebten gegenüber dem Kyoto-Protokoll verbesserten neuen Klimaschutzkonvention keinen guten Dienst erwiesen und hat jetzt nicht einmal ein Ergebnis erreicht, das mit dem Kyoto-Protokoll vergleichbar ist. Mit dem Insistieren auf vergleichbare Verpflichtungen ist die EU jedenfalls 1997 in Kyoto viel besser durchgedrungen als jetzt in Kopenhagen mit ihren weitreichenden Vorleistungen."

Zwar ist fraglich, ob nach dem Kopenhagener Scheitern die Chance auf ein gutes Abkommen lebt, in dem alle relevanten Akteure mit angemessenen Verpflichtungen eingebunden werden. Aber es ist immer noch besser, dass kein Abkommen zu Stande gekommen ist, als das etwas beschlossen wird, was dem Klimaschutz schadet. "Die Zweiteilung der Welt in Länder mit und ohne CO2-Restriktionen, die schon das Kyoto-Protokoll schwächte, muss in der Nachfolgeregelungen überwunden werden", so Schwarzer. (JR)

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