ORF-Stiftungsrat stimmt Finanz- und Stellenplan 2010 zu

Gremium erteilt ORF-Generaldirektor Wrabetz die Entlastung für das Geschäftsjahr 2008, TV-Jahressendeschema 2010 genehmigt

Wien (OTS) - Der ORF-Stiftungsrat, unter dem Vorsitz von Generaldirektor Dr. Klaus Pekarek, hat in seiner Plenarsitzung am Donnerstag, dem 17. Dezember 2009, im ORF-Zentrum Wien dem Finanzplan 2010 und dem Stellenplan 2010 seine Zustimmung erteilt. Die Vorgabe des Stiftungsrats vom 2. April 2009, im Jahr 2010 bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung möglichst aller Leistungen ausgeglichen zu bilanzieren, wird erreicht: Der ORF plant für 2010 ein Konzern-EGT von +0,1 Mio. Euro. Weiters hat der Stiftungsrat den Prüfbericht 2008 mit der Gebarungsprüfung des Geschäftsjahres 2008 genehmigt und Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz die Entlastung für das Geschäftsjahr 2008 erteilt. Darüber hinaus wurde auch das TV-Jahressendeschema 2010 genehmigt.

"Das Ziel, ein ausgeglichenes Budget vorzulegen, war insbesondere angesichts der weiterhin schwierigen Situation auf dem Werbemarkt und der für die zwei Sport-Großereignisse Olympische Spiele in Vancouver und Fußball-WM in Südafrika notwendigen Mittel von insgesamt 22,4 Mio. Euro besonders ambitioniert und konnte nur durch ein umfassendes Kostenreduktionsprogramm erreicht werden", so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Die Erreichung dieses Ziels ist für 2010 nicht zuletzt deshalb ausgesprochen herausfordernd, da sich einnahmenseitig vom ORF nicht steuerbare Faktoren wie die krisenbedingt rückläufige Werbekonjunktur auch 2010 negativ auf die Erlöse auswirken werden. Gegenüber dem Jahr 2009 werden umfassende Einsparungen durch ein Bündel an einschneidenden und nachhaltigen Maßnahmen erfolgen. Dieses Einsparungsvolumen ist die konsequente Weiterführung unseres Sparkurses, der seit Beginn dieser Funktionsperiode im Jahr 2007 mit einem Sparvolumen von insgesamt 200 Mio. Euro zu Buche schlägt."

Der Finanzplan 2010 sieht in Summe Umsatzerlöse in Höhe von 848,7 Mio. Euro vor. Davon entfallen auf Programmentgelte 530,1 Mio. Euro:
Für 2010 ist ein Teilnehmer/innen-Zuwachs von rund 21.000 geplant, die Anzahl der gebührenbefreiten Teilnehmer/innen wird sich um rund 13.000 auf 341.000 Teilnehmer/innen erhöhen. Insgesamt entgehen dem ORF 2010 durch die Gebührenbefreiung Erlöse in der Höhe von mehr als 60 Mio. Euro. Der Begutachtungsentwurf der Novelle des ORF-Gesetzes stellt dem ORF eine auf vier Jahre befristete degressive Teilrefundierung der Abgeltung der gebührenbefreiten Haushalte in Aussicht. Nach Inkrafttreten der Gesetzesnovelle wird der ORF diese Mittel zweckgebunden für die generelle Steigerung österreichischer Produktionen im Programm, die Kinofilmförderung (ÖFI), das Radio-Symphonieorchester (RSO), die Aufrechterhaltung des Leistungsangebots von ORF SPORT PLUS, den Ausbau der barrierefreien Angebote, Strukturmaßnahmen zur Kostensenkung sowie Vorbereitungen für einen neuen Kultur- und Informationsspartenkanal einsetzen.

Die Werbeerlöse werden im Finanzplan 2010 mit 208,2 Mio. Euro veranschlagt, die sonstigen Umsatzerlöse mit 110,4 Mio. Euro.

An Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind im Finanzplan 538,7 Mio. Euro vorgesehen, für den Personalaufwand 333,7 Mio. Euro. 2008 hatte der Personalaufwand noch 404,7 Mio. Euro betragen. Der Mitarbeiterstand des ständig im ORF beschäftigten Personals wird sich von 3.713 per 31.12.2007 um 414 auf 3.299 per 31.12.2010 reduzieren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird im Jahr 2010 0,1 Mio. Euro betragen. Das ausgeglichene Ergebnis wird ohne Valorisierung der Gebühren und ohne einen Ansatz für die Refundierung der durch Gebührenbefreiung entgehenden Teilnehmerentgelte erreicht. Die Gesamtkosten im ORF werden 2010 gegenüber einer Fortschreibung der Kostenbasis 2009 um 77 Mio. Euro gesenkt, davon entfallen mehr als 50 Mio. Euro auf eine Reduktion der Personalkosten.

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