Stöger: "Patient ist nicht Objekt der Behandlung"

Selbstbestimmung ist zentrales Gut einer demokratischen Gesellschaft

Wien (OTS/SK) - "Der Patient ist nicht das Objekt der Behandlung, sondern ein autonom entscheidender Beteiligter", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag anlässlich der Präsentation der Evaluierungsstudie zum Patientenverfügungs-Gesetz, die vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegeben und vom Institut für Ethik und Recht in der Medizin durchgeführt wurde. Die Studie spiegelt die Erfahrungen mit dem Patientenverfügungs-Gesetz seit Bestehen der rechtlichen Rahmenbedingungen wider. Das Gesetz, welches 2006 beschlossen wurde, regelt die Voraussetzungen und die Wirksamkeit von Patientenverfügungen und biete "eine gute Basis für die sinnvolle und praxisorientierte Umsetzung des Patientenwillens", so Stöger, der weiters erklärte: "Die Selbstbestimmung ist ein zentrales Gut in einer demokratischen Gesellschaft und gilt sowohl für gesunde als auch für kranke Menschen. Vor allem kranke Menschen müssen mit besonderer Sensibilität behandelt werden." ****

Sinn und Zweck des Gesetzes sei es nicht, dass Ärzte vor der Behandlung in Registern über die Patienten und ihre Krankengeschichten nachforschen, bekräftigt Stöger weiters, vielmehr gehe es darum, den Willen der Patienten ernst zu nehmen, die überlegten Handlungen der Patienten zu respektieren und für mehr Rechtssicherheit zu sorgen. "Respekt vorm Patienten ist eine zentrale Aufgabe medizinischer Arbeit", zeigte sich der Gesundheitsminister überzeugt.

Ulrich Körtner, Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin und verantwortlich für die Evaluierungsstudie, bedankte sich beim Gesundheitsminister für die Unterstützung bei diesem wichtigen Thema und auch Stöger dankte abschließend allen mitwirkenden Personen vom Institut für Ethik und Recht in der Medizin für ihr Engagement und ihren Einsatz bei der Erstellung der Studie. (Schluss) ab

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